Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 22. August 2006

Geld für den Deutsch-Unterricht

DaZ-Zentren: 450 Euro sollen für Lehrmittel verwendet werden

In Zeiten schlechter Nachrichten wie die Kürzungen der Landeszuschüsse für die Migrationssozialberatung kommen Aktionen, die die Wichtigkeit der Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger unterstreichen, gerade richtig.

So geschehen vergangene Woche, in der Dr. Thomas Kiefer, Regierungsdirektor Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, einen Scheck in Höhe von 450 Euro an die Lübecker DaZ-Zentren (Deutsch als Zweitsprache) übergab. Das Geld wurde mit einer Tombola am 9. Juni, dem gemeinsamen Aktionstag der Hansestadt Lübeck und der Regionalstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge auf dem Rathausmarkt, eingenommen. "Diese Veranstaltung war ein voller Erfolg und zeigte einmal mehr die Wichtigkeit von Integration", resümiert Kiefer.

Wofür das Geld eingesetzt wird, weiß Jeanette Salamon, Koordinatorin der Lübecker DaZ-Zentren und Sprint-Maßnahmen (Sprint gleich SPRachINtensivTraining für den vorschulischen Bereich), bereits: "Wir werden Lehrmaterial davon kaufen, daran mangelt es oft", so die junge Frau. Insgesamt werden im Schuljahr 2006/2007 in den fünf Grundschulen, zwei Realschulen und einer Hauptschule die DaZ-Zentren aktiv sein. Zudem gibt es in zwölf weiteren Schulen die Sprint-Maßnahmen. In den Maßnahmen werden 160 Kinder und Jugendliche ausländischer Herkunft betreut. Die Intensivbetreuung in den DaZ-Zentren dauert maximal ein Jahr, danach werden die Kinder in die entsprechenden Klassen integriert und erhalten stundenweise Förderung. In den Sprint-Maßnahmen werden die Vorschulkinder neun Monate auf die Schule und das Deutsch-Sprechen vorbereitet. msn

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