Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 15. Juli 2019

Ausgabe vom 19. Dezember 2006

"Stunde der Begegnung" im Rathaus

Das "offizielle" Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen

Zur traditionellen "Stunde der Begegnung" hatte Stadtpräsident Peter Sünnenwold vorigen Mittwoch in den Audienzsaal und damit die gute Stube des Lübecker Rathauses eingeladen.

"Sind wir im vergangenen Jahr noch anlässlich des 60-Jährigen Bestehens der Lübecker Bürgerschaft zu einer besonderen Feier im Bürgerschaftssaal zusammen gekommen, möchte ich in diesem Jahr mit Ihnen gerne den Dialog im Rathaus fortsetzen", hatte er in seiner Einladung vorangestellt. "Welcher Raum sonst würde hierfür einen schöneren Rahmen bieten als der Audienzsaal!"

War mit dem auch ein Kostenbeitrag zu Speis und Trank verbunden, so waren seinem Ruf doch viele, viele Gäste gefolgt. So beanspruchte schon die Nennung örtlicher wie "besonderer" Gäste seine Zeit, die aus Wirtschaft, Politik und Verbänden, Bundes- und Landespolizei ebenso wie der Bundeswehr gekommen waren. "Heute sind wir sozusagen an unserem Arbeitsplatz zusammen gekommen. Zu einer Begegnung, die der Kommunikationspflege und -verbesserung dienen soll!"

Auch in diesem Jahr stand der Abend unter einem Motto. Vielleicht bei den vielfältigen Empfängen im Audienzsaal geradezu strapaziert, aber dennoch aktuell wie eh und je: "Die Bürgerschaft steht heute ganz im Zeichen der Tugenden, die der Audienzsaal in seinen allegorischen Darstellungen so symbolträchtig darstellt wie beispielsweise die Verschwiegenheit, Klugheit, Gerechtigkeit und Mäßigung", erklärte der Stadtpräsident. "Tugenden, die eine Bürgerschaft oder einen Senat auszeichnen, ja diese prägen sollte".

Im statistischen Überblick zum fast abgelaufenen Jahr verwies Peter Sünnenwold auf 589 Drucksachen, also von Anträgen bis Entscheidungen zuzüglich Protokollanträgen. Stichworte dabei waren etwa der Schlachthof, die Kindertagesstätten und -spielplätze, die Suche nach strategischen Partnern für LHG, MuK und die EBL, die feste Fehmarnbeltquerung, Hochschulstandort und Privatisierung des Universitätsklinikums, die IT-Infrastruktur, Dataport, das Einzelhandelskonzept, das Altstadtfest und der Weihnachtsmarkt, diverse Baumaßnahmen von Brückenbau bis zu modernen Toiletten.

Aber auch "Lust oder auch nicht Lust auf Lübeck", Lübecks Nachbarn und wichtige Personalien spielten in seiner Rede eine Rolle: Unter anderem traten Bürgermeister Bernd Saxe und Wirtschafts- und Sozialsenator Wolfgang Halbedel die zweite Amtszeit an.

"Gemeinsames kann nur auf den Weg gebracht und die Arbeit geleistet werden, wenn die Beteiligten miteinander kommunizieren", erklärte Peter Sünnenwold abschließend. "Dies in informeller Kommunikation, aber auch als `netten Plausch' während und auch nach der Arbeit. So, wie an diesem Abend!" RB

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