Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 02. Januar 2007

Wir brauchen zukunftsfähige Schulen in Lübeck

V.i.S.d.P.: Peter Reinhard

SPD

Veränderungen als Chance zur Weiterentwicklung zu verstehen - das ist zur Zeit noch nicht überall möglich. Verwirrung stattdessen. Warum eigentlich? Tatsächlich bewegt sich in der Lübecker Schullandschaft seit Jahren einiges - der Trend zum Ganztag hilft vielen Schülerin-nen und Schülern vor allem mehr Selbstkompetenz zu erlangen, um auf ihre eigene Zu-kunft besser vorbereitet zu sein.

Wir wissen doch alle längst: Kinder im Alter von 10 Jahren zu klassifizieren, das ist nicht hilfreich, in diesem Alter bereits Ziele vorzuschreiben - das ist Unsinn, weil Kinder sich in den Folgejahren deutlich anders entwickeln können, wenn man es ihnen zugesteht.

Wir brauchen keine Reservate für unterschiedliche Begabungen, sondern Kinder unter-schiedlicher Herkunft, Interessen und Fähigkeiten lernen dann besonders viel, wenn man sie nicht trennt.

Natürlich wäre eine Gemeinschaftsschule von Klasse 1-13 am idealsten! Doch alle Be-mühungen, die auch nur ein kleines Stück in diese Richtung gehen, sind es wert, begrüßt zu werden.

Positives Denken, innovatives Handeln, Konzepte denken, wie viel Bestätigung kann daraus für alle Beteiligten erwachsen. Wir brauchen dringend eine Anpassung unseres veralteten dreigliedrigen Schulsystems an das erfolgreiche System Skandinaviens.

Der Run auf das Gymnasium mag zunehmen, die Nachfrage an den drei Lübecker Gesamtschulen ist seit 18 Jahren ungebrochen.

Warum wohl?

Politik muss vor allem für Menschen handeln, insbesondere für die Kleinen, denn wir brauchen sie mit all ihren individuellen Fähigkeiten und sollten daher ihre Kompetenzen optimal fördern. Möglichst viel gemeinsames Lernen ist eine Garantie dafür!

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