Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 30. Januar 2007

Stadt gedachte der Naziopfer

Stellv. Stadtpräsident und Bürgermeister legten Kranz an Gedenktafel nieder

"Dem Gedenken der Lübecker Bürger, die in den Jahren 1933 - 1945 aus politischen, religiösen und rassischen Gründen Opfer der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Ihr Leidensweg begann in vielen Fällen hier in den Haftzellen der Geheimen Staatspolizei im Keller des ehemaligen Zeughauses", heißt es auf der Gedenktafel am Zeughaus an der Parade, an der der Erste Stellvertretende Stadtpräsident Reinhold Hiller gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Saxe am Sonnabend einen Kranz niederlegte. Erinnert wird wie an diesem 27. Januar, den der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog 1996 zum Tag des Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt hat, vor allem an den Tag nun vor 62 Jahren, als sowjetische Truppen das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreiten. Reinhold Hiller warnte vor zahlreichen Vertretern der Kirchen und der jüdischen Gemeinde, Vertreterinnen und Vertretern der Politik und Wirtschaft sowie der Wohlfahrts- und Jugendverbände vor der ständig ansteigenden Zahl der Nazi - Provokation und Zahl rechter Gewalttäter. "Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und auch anderer Diktaturen muss zentrales Anliegen der politischen Bildung auch in den Schulen sein", so seine Forderung. "Niemand ist bisher zum Demokraten geboren worden. Darin liegt eine Aufgabe aller Bildungsträger!"

RB

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