Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 20. März 2007

Städtische Alten- u. Pflegeheime dürfen weiterhin nicht transparent arbeiten!

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

FDP

Die FDP hatte in der Bürgerschaft beantragt, die Prüfberichte der Heimaufsicht über die städtischen Heime zu veröffentlichen. Statt zu entscheiden, stimmten CDU/SPD für eine Überweisung des Antrages an die zuständigen Ausschüsse, um dort ausführlich und tiefergehend über die Situation in den Heimen zu diskutieren.

Was wir vorausgesagt hatten, ist inzwischen eingetreten: Sowohl im Ausschuss für Sicherheit u. Ordnung als auch im Sozialausschuss wurden Beschlüs- se im Sinne des FDP-Antrages von der CDU verhindert. Als Begründung wurde wieder der "abgelaufene Jogurtbecher im Kühlschrank des Heimes" aufgeführt, der, wenn er von der Heimaufsicht beanstandet wird, zu Schlagzeilen in den Medien führen könnte. Selbstverständlich wolle auch die CDU nur das Beste für die Alten und Pflegebedürftigen, wurde mehrfach von den Konservativen betont. Man beantragte deshalb im Sozialausschuss einen Runden Tisch der Träger der Alten- u. Pflegeheime, um dort über die Situation in den Heimen zu sprechen. Über so viel "sozialen Einsatz für die Pflegebedürftigen" schüttelten nicht nur die Vertreter des Seniorenbeirats nur noch den Kopf.

Seit einigen Wochen haben bundesweit die Medien die Situationen in den deutschen Alten- und Pflegeheimen im Focus. Zahlreiche Leserbriefe in der Regionalpresse zeigen die Wichtigkeit auf, mehr in der Altenpflege zu verbessern. Aber die CDU mauert.

Wir Kommunalpolitiker der FDP-Fraktion werden uns weiterhin für die Belange unserer Eltern und Großeltern einsetzen. Wir hoffen, dass  - wenn die heute noch Aktiven nicht mehr können - es auch dann noch  engagierte Menschen mit sozialer Verantwortung geben wird.

Autor: Wolfgang Drozella

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