Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 08. Mai 2007

Spazieren zwischen den Meeren

Fünfte Gartenroute in Schleswig-Holstein in Lübeck und Travemünde eröffnet

Dass Lübeck schön und reich an Kultur sowie historischen Gebäuden ist, wissen wir. Wie schön unsere Hansestadt durch die blühenden Gärten und Parks erst wird, darüber will die fünfte Route der "gartentouren zwischen den meeren*" informieren. Nach nur einem Jahr Vorarbeit und guten Erfolgen in der Gartenrouten in Schleswig-Schlei, Kiel, Ostholstein und Pinneberg eröffneten Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) und der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Manfred Pries am vergangenen Freitag die Route "Von Wasserbäumen zu grünen Paradiesen" in der Villa Eschenburg.

Besucher können sich fortan einzelne Gärten und Parks ansehen oder die komplette Route - am besten mit dem Rad - abfahren. Die Gärten sind perlenschnurartig angeordnet. Los geht es mit den Wallanlagen, es folgen die Bürgergärten in der Königstraße, dann der Schulgarten nahe der Wakenitz, der Stadtpark, der Burgtorfriedhof, der Ehrenfriedhof, der Brügmanngarten, der Godewindpark in Travemünde und der Vorwerker Friedhof. Den Abschluss bildet der Carlebachpark im stetig wachsenden Hochschulstadtteil. "Jeder Garten hat eine besondere, eine eigene Geschichte", berichtet Landschaftsarchitektin Urte Schlie. Gemeinsam mit Kollegin Anke Werner arbeitete sie die Gartenrouten aus. "Das Ziel des Projektes ist die konfliktfreie touristische Erschließung historischer Gärten", sagt Anke Werner. Die Zielgruppen seien vielfältig, verfolgt werde ebenso eine Stärkung der regionalen Charakteristika Schleswig-Holsteins. Auch die nachhaltige Bestandssicherung historischer Gärten sei ein Thema.

"Die blühenden Gärten geben uns jetzt schon einen Vorgeschmack auf den Sommer", so Senator Boden. Durch die Route seien die Gärten aus dem Dornröschenschlaf geweckt und ein vielfältiges Angebot für Lübecker und Touristen geschaffen worden. "Auch die Bürgergärten und die Wallanlagen gehören zum Unesco-Welterbe, dass Interessierte nun erkunden können". Für die Besucher seien extra über 100 Stadtführer zu Gartenführer geschult worden.

"Jede Gartenroute arbeitet die Einzigartigkeit der Region heraus", ergänzt Manfred Pries. Das Projekt "gartenrouten zwischen den meeren*" sei mit vielen Partnern umgesetzt worden, den Anstoß gab die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL), informiert der Vizepräsident der Landschaftskammer weiter.

Finanzmittel für die Startphase und auch für die Lübecker Gartenroute kommen vom Referat für Integrierte Ländliche Entwicklung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Vermarktet werden die Routen von der Tourismusagentur Schleswig-Holstein, die auch für die Einbindung in das einheitliche Landeskonzept sorgte.

Alle, die jetzt neugierig geworden sind, können die Gärten auf eigene Faust anhand des Flyers, der in Kürze im Welcome-Center am Holstentorplatz erhältlich ist, erkunden oder an den kostenlosen Führungen "Lübecker Gartenspaziergänge 2007" (alle 14 Tage am Sonntag ab 11 Uhr) teilnehmen. Auf der Homepage www.gartenrouten-sh.de werden die einzelnen Stationen näher erläutert, hier können auch Routenkarten ausgedruckt werden. Der erste Gartenspaziergang ist am 13. Mai von 11 bis 12.30 Uhr in den Wallanlagen. Treffpunkt ist die Litfasssäule an der Puppenbrücke. msn

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