Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 08. Mai 2007

Busfahrschein per Handy kaufen

Stadtverkehr beteiligt sich an bundesweitem Pilotprojekt

Fahrgäste des Lübecker Stadtverkehrs und der LVG können ab sofort Fahrkarten per Handy kaufen. Möglich wird dies im Rahmen eines gemeinsam Pilotprojektes, das Ende April in insgesamt 11 Nahverkehrsregionen im Bundesgebiet gestartet wurde. Das Projekt wurde von Mitgliedsunternehmen und -verbünden des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sowie den Partnern Siemens IT Solutions and Services, DVB LogPay und dem Fraunhofer-Institut Dresden entwickelt. In Lübeck umfasst das Angebot zunächst Tages- und Familientageskarten.

"Das Handy wird so zum persönlichen Fahrscheinautomaten. Klein, bequem und jederzeit dabei", beschreibt Willi Nibbe die Vorteile des "HandyTickets". Zudem eröffne die Kooperation zwischen den teilnehmenden Nahverkehrsunternehmen die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus Tickets in den anderen Tarifgebieten zu kaufen.

"Gerade für Gelegenheitsfahrer und auswärtige Besucher erleichtert das Handyticket das Busfahren enorm", unterstreicht Nibbe. Voraussetzung für den Fahrkartenkauf per Handy ist ein sogenanntes "java-fähiges" Telefon. Praktisch alle neueren Handys unterstützen diese Technologie, mit der es möglich ist, Programme mit besonderen Funktionen auf dem Handy laufen zu lassen. Als weitere Voraussetzung muss das Handy für den Internet-Gebrauch freigeschaltet sein. Nach der einmaligen Anmeldung auf der Internetseite www.dashandyticket.de kann der Dienst dann genutzt werden. Nach der Anmeldung erhält der Kunde eine SMS, die den Download für ein kleines Java-Programm enthält. Hiermit können anschließend die Fahrkarten in Lübeck und in den zehn weiteren Tarifgebieten bestellt und bezahlt werden.

Neben Lübeck nehmen Hamburg, Essen, Wuppertal, Chemnitz, Dresden, Vogtland, Nürnberg, Ulm und die Oberlausitz an dem Projekt teil. Die Firmen Siemens, HanseCom und DVB LogPay nehmen als Projektpartner ebenfalls teil und sind für die technische Umsetzung des Handytickets und der Abrechnung verantwortlich.

Das Projekt ist zeitlich auf zwei Jahre befristet und soll klären, inwieweit die Verbraucher das Angebot annehmen und nutzen. Diese Ergebnisse fließen in die weiteren Entscheidungen über die Ausweitung des Angebotes mit ein.

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