Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 19. Juni 2007

Auf zur Zeitreise in der Sandworld

Ab dem 25. Juni fertigen Skulpteure geschichtsträchtige Figuren und Ereignisse

Eine Reise durch die Zeit soll die diesjährige Sandworld am Travemünder Priwallstrand werden. Das versprechen die Veranstalter der Lübeck und Travemünde Tourist Service GmbH (HLTS) und der technische Leiter Eppo Vogel, der das Skulpturenfestival schon seit Beginn begleitet.

9.000 Tonnen spezieller Sand sind bereits per Schiff in Travemünde angeliefert worden und seit gestern rollen die Bagger. Schaufel für Schaufel schichten sie in abgesteckten Feldern den Sand auf, aus dem 75 Künstler ab dem 25. Juni dann Skulpturen wie Napoleon, Leonardo Da Vinci oder Helmut Kohl und Michail Gorbatschow heraus schnitzen werden. Carven nennt sich die Kunst, aus Eis oder Sand Skulpturen entsehen zu lassen. Viele der Künstler sind bereits Stammgäste in Travemünde und kommen wie Eppo Vogel gerne an die Ostsee. "Die Atmosphäre mit den großen Schiffen, die immer wieder vorbeikommen ist einfach toll und es ist schön ruhig", schwärmt der Holländer vom Priwall. Er veranstaltet Sandskulpturen-Festivals auf der ganzen Welt von Europa über Amerika bis nach Asien und hält die Travemünder Sandworld für etwas besonderes.

In diesem Jahr kann er, wie die Besucher und Carver sein geschichtliches Wissen auffrischen. So wird die Steinzeit aus Sand gezeigt, die Französische Revolution wird zu sehen sein und außergewöhnliche Künstler wie Beethoven oder Marlene Dietrich sollen als Skulpturen am Ostseestrand stehen. Ein besonderes Ereignis der deutschen Geschichte könnte der Liebling vieler Besucher werden. "Der Mauerfall dürfte eines der spannendsten Themen sein", sagt Projektleiterin Jana Kürbis, die auch den lehrreichen Hintergrund sieht. "Man hat ja vieles über Geschichte in der Schule gelernt und kann es hier dann wieder hervor holen." Ein immer noch beliebtes Relikt der DDR wird außerdem in fast allen "Zeitfenstern" der Sandworld auftauchen. "Der Trabant soll ein zentrales Element werden und bis zu hundert Mal in unterschiedlicher Gestaltung wieder kehren", sagt Eppo Vogel, der gespannt ist, wie die 75 Künstler diese Idee umsetzen.

Vieles an der diesjährigen Sandworld ist ähnlich wie in den Vorjahren. Das Areal ist nach wie vor 10000 Quadratmeter groß, die Masse des Sandes ist mit 9000 Tonnen ebenfalls gleich geblieben. Allerdings muss die HLTS als Gesellschaft der finanzschwachen Hansestadt Lübeck enger kalkulieren. "Daher haben wir entschlossen, die

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