Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 06. November 2007

Maßlose Überheblichkeiten

FDP

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

Lübeck ist pleite. Straßen und Wege sind seit Jahren kaputt. Die Unsicherheit auf den Wegen wird gerade für ältere Mitbürger immer schlimmer. Stolpersteine, wohin man sieht! Und was machen die Wahlredner von CDU und SPD: Sie versprechen, dass alles größer, höher und schöner werden soll, wenn der Wähler sie nur machen lassen würde. Fast fünf Jahre hat die CDU mit ihrer für sie selbst überraschenden Mehrheit Zeit gehabt, etwas für die Lübecker zu tun. Sie hat etwas getan: Sie brachte ernsthaft Pläne ein, am Brodtner Ufer einen Treppenturm bauen zu wollen, sie verhindert gemeinsam mit der SPD, dass in den Altenheimen mehr Transparenz einzieht, sie unterstützt indirekt maßlose Forderungen von einzelnen Interessengruppen, da sie ständig Toleranz mit Feigheit verwechselt und sie unterstützt die maßlosen Forderungen eines abgewirtschaf- teten Fußballvereins zu Lasten anderer Sportvereine und verlacht gemeinsam mit der SPD Fragen der FDP nach Vorschlägen zum Schuldenabbau.

Freizeitheime, Kitas und andere sinnvolle Einrichten kämpfen um jede Planstelle und um jeden Cent. Aber der Geschäftsführer des Lübecker Jugendrings fordert laut mehrere Millionen Euro für ein Altstadthaus, in dem er seine Bürokratie betreiben will. Gleichzeitig jammert er im Jugendhilfeausschuss mit seinen SPD-Genossen über die finanzielle Schieflage der Stadt.

Im Wettbewerb klagen CDU und Genossen über Kinderarmut. Sie benutzen dabei Horrorzahlen. Die überwältigende Zahl der Eltern, auch die der Hartz IV-Leistungsbezieher, versorgen ihre Kinder. Gleichzeitig wächst die Zahl der Kinder, die von ihren Eltern vernachlässigt werden. Sollen diese Eltern noch mit im vollen Umfang unterstützt werden?

Autor: Wolfgang Drozella

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