Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 15. Dezember 2007

Endlich Ende des Speedbootlärms

Bündnis 90 / Die Grünen

Autor: Carl Howe, V.i.S.d.P.: Carl Howe

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bundesregierung hat sich entschlossen, den unerträg-lichen Lärm, den eine kleine Gruppe von so genannten "Speedbooten" in der Lübecker Bucht verbreitet, endlich zu bekämpfen. Man sollte denken, das sei die selbstverständlichste Sache der Welt. Aber weit gefehlt. Wir haben Jahre daran gearbeitet. Keiner wollte zuständig sein. Die Lübecker Kommunalpolitik war authentisch überfordert. Und die Bundesregierung mochte nicht. Das Verkehrsministerium und das Umweltministerium des Bundes stritten sich lange um die Zuständigkeit. Jetzt aber wird das Verkehrsministerium den Lärm verbieten. Das ist gut so.

Der PS-Wahn passt in die Zeiten des Klimawandels nicht mehr. 1200 PS am Boot und 200 Stundenkilometer auf dem Wasser, da sind 300 Liter Benzin in einer Stunde mal eben weg. Man sollte denken, solche Exzesse gehörten der Vergangenheit an.

Aber wie soll Klima schonendes Verhalten in der Bevölkerung verankert werden, wenn politisch Verantwortliche mit falschem Vorbild vorangehen? Wir haben das Führungspersonal der Hansestadt Lübeck seit Jahren darauf hingewiesen, dass vom Powerbootrennen eine fatale Signalwirkung ausgeht. Der Lübecker Senat setzte ein ganz falsches Zeichen mit seinem Beharren auf der schwachsinnigen, so verzichtbaren Abgasorgie in der Lübecker Bucht. Es ist noch nicht bei allen BürgerInnen angekommen, dass jeder Einzelne einen soliden Beitrag zur Dämpfung des Energieverbrauchs leisten kann. Wir fragen uns: Wie soll es denn ankommen, wenn Politiker in verantwortlichen Positionen so tun, als sei noch alles erlaubt?

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