Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 28. Juli 1998

Niedrige Ozonwerte

Jahresdurchschnitt weit unter Informationswert

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Auf warmes, sonniges Wetter reagieren die Ozonwerte. Doch momentan wird mit keiner Gefahr gerechnet; SZ-Grafik

An zwei Stellen wird die Ozonbelastung in der Hansestadt gemessen: am Lindenplatz und in Schönböcken. Seit 1993 werden die Werte vom staatlichen Umweltamt in Itzehoe erfaßt und veröffentlicht. Ozon wird in Mikrogramm, also einem millionstel Gramm pro Kubikmeter Luft, gemessen. Der sogenannte Informationsschwellenwert liegt bei 180 Mikrogramm pro Kubikmeter. Wird diese Belastung an einer Meßstation erreicht, muß die Bevölkerung darüber informiert werden. Sie wird dann darauf hingewiesen, daß durch den erhöhten Ozonwert körperliche Beeinträchtigungen in der ozonbelasteten Region auftreten können. Große Anstrengungen sollte man an diesen Tagen vermeiden, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten. Insbesondere kranke und ältere Menschen sollten sich an solchen Tagen schonen. Bei einem Grenzwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft werden Fahrverbote (Ausnahmen möglich) ausgesprochen.

Im Jahresdurchschnitt 1993 bis 1997 lag die Belastung in Lübeck zwischen 27 bis 44 Mikrogramm pro Kubikmeter, wobei in Schönböcken die höheren Werte gemessen wurden. Nur an einem Tag kam es 1997 zur Überschreitung des Informationsschwellenwertes in Lübeck: Am 14. August wurde um 17 Uhr die höchste Ozonbelastung des Jahres mit 198 Mikrogramm pro Kubikmeter in Schönböcken gemessen.

Grundsätzlich stellt man im Monatsvergleich fest, daß die Belastung im Sommer durch die stärkere Sonnen-einstrahlung und die höheren Temperaturen deutlich über denen im Winter liegt. Die Ozonbildung ist somit eng mit dem schönen Wetter verknüpft.

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