Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 15. September 1998

Kein Kreuz mit dem Kreuz

15 000 Wahlberechtigte haben bereits ihre Stimme(n) abgegeben

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Muster des Stimmzettels für die Bundestagswahl: Die Wählerinnen und Wähler können sich zwischen 11 Wahlkreisabgeordneten und 13 Parteien entscheiden

Bekanntlich findet am Sonntag,
27. September, die Wahl zum 14. Deutschen Bundestag statt. In der Hansestadt Lübeck sind knapp 166 500 Personen wahlberechtigt. Wer am 23. August mit Hauptwohnsitz in Lübeck gemeldet war, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und am Bundestagswahltag volljährig ist, sollte inzwischen seine Wahlbenachrichtigungskarte längst erhalten haben.

Wer will, kann aber jetzt schon wählen: Entweder per Briefwahl durch einen schriftlichen Antrag oder - ausgerüstet mit Wahlkarte und Personalausweis - direkt im Rathaus sowie im Travemünder Stadtteilbüro an der Park-allee.

Das Wahlbüro in der Großen Börse im Rathaus ist von Montag bis Mittwoch zwischen 8.30 und 15.30 Uhr geöffnet, donnerstags bis 19 Uhr und freitags bis 13 Uhr. Travemünder Bürgerinnen und Bürgern können im Stadtteilbüro montags, mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8 bis 17 Uhr ihre Stimme(n) abgeben.

Von Brief- oder vorgezogener Urnenwahl haben laut Heinz Meußler, Leiter des Bereichs Wahlen, seit Eröffnung des Wahlbüros am 3. August schon 15 000 (Stand 10. September) Lübeckerinnen und Lübecker Gebrauch gemacht. Vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt erst 12 000.

Noch Wahlhelfer gesucht

Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren waren es insgesamt 27 000, die auf diese vorgezogene Weise von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Die vorgezogene Urnenwahl ist ein Service für Bürgerinnen und Bürger, die am Wahltag keine Zeit haben, in ihr Wahlbüro zu gehen und vorher keine Lust haben, sich durch die Briefwahlunterlagen zu arbeiten.

Für den großen Doppel-Wahltag - am gleichen Tag wird auch über den Volksentscheid zur Rechtschreibreform abgestimmt - werden insgesamt 1600 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt - 400 mehr als sonst üblich. Und noch immer werden Freiwillige gesucht. Wer Interesse daran hat, sollte sich unter den Telefonnummern
122 12 30 oder 122 12 31 beim Bereich Wahlen melden. Jedem Wahlhelfer stehen 50 Mark für seinen ehrenamtlichen Einsatz am 27. September zu.

Die Wählerinnen und Wähler haben zwei Stimmen. Im Wahlkreis 11 (Lübeck) stellen sich 11 Direktkandidatinnen und -kandidaten zur Wahl; sie werden mit der Erststimme gewählt. Aufgestellt sind: Anke Eymer (CDU), Reinhold Hiller (SPD), Hans-Jürgen Schubert (Grüne), Dr. Michaela Blunk (F.D.P.), Ragnar Harald Lüttke (PDS), Henning Raffel (REP), Dieter Kern (NPD), André Meyer (ödp), Lars Friedhelm Herzog (Chance), Birgit Löwe (Individuelle Chance) und Reinhardt Holtfoth (Naturgesetz).

Mit der Zweitstimme wird die jeweilige Partei gewählt: hier stellen sich 13 dem Votum der Wahlberechtigten: CDU, SPD, Grüne, F.D.P., PDS, BFB-Die Offensive, DVU, Graue, REP, Die Frauen, Pro DM, NPD und ödp.

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