Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 22. September 1998

Vermeiden, verlagern, verbessern

Mobilität im Sinne der Agenda 21 muß global betrachtet werden

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Der Bus ist eine mögliche Alternative zum Auto; Foto: Stadtwerke

Eine Mobilität im Sinne der Agenda 21 (siehe Kasten links) verlangt Rücksicht auf die Mitmenschen und ihren Lebensraum, Rücksicht auf die Umwelt und auf die natürlichen Ressourcen. Im Mittelpunkt steht dabei naturgemäß das Auto.

Nach Berechnungen von Fachleuten wird für die Produktion eines Autos soviel Wasser gebraucht, wie ein Mensch in einem Jahr verbraucht und eine Ener- giemenge, die für rund 80 000 gefahrene Kilometer ausreicht. Und für jeden Liter verbranntes Benzin entstünden durchschnittlich 2,33 Kilogramm Kohlendioxid (Treibhausgas). Und neben den Anschaffungskosten, den Unterhalts- und Entsorgungskosten entstehen durch den Auto- und Lkw-Verkehr nach Ansicht dieser fahrzeugkritischen Experten auch sogenannte "gesellschaftliche Kosten": Unfallfolgekosten, die nicht von Versicherungen getragen werden; Kosten im Gesundheitswesen durch Unfälle, Streß, Lärm oder Abgase; Ozonfolgekosten (geschätzte vier Milliarden Mark pro Jahr in der Bundesrepublik) und nicht zuletzt Kosten durch Straßenbau. 6000 Mark pro Pkw und Jahr betragen nach Ansicht dieser Experten die gesellschaftlichen Kosten.

Dafür könnte man jedem, der auf sein Auto verzichtet, eine ganzjährige Netzkarte für den

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