Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 22. September 1998

Konflikt für Eltern

Diskussion über vorgeburtliche Diagnostik

"Schwangerschaft ohne Risiko?" lautet das Thema einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, 23. September, 19 Uhr, in der Volkshochschule, Hüxstraße. Über das Für und Wider vorgeburtlicher Diagnostik referieren Regina Cuny (Netzwerk gegen Selektion und pränatale Diagnostik), Dr. Monika Hagedorn-Greiwe (Institut für Humangenetik, MUL), Dr. Ingrid Kowalcek (Klinik für Frauenheilkunde, MUL) und Dr. Christoph Schöttler (Humanistische Union).

Mit der schrittweisen Einführung der vorgeburtlichen Diagnostik und der Zunahme und Verfeinerung ihrer Methoden in den zurückliegenden 20 Jahren hat sich nicht nur die Erfahrung und das Erleben von Schwangerschaft verändert, es sind auch neue ethische und soziale Probleme entstanden. Die Möglichkeit vorgeburtlicher Tests hat einen Entscheidungskonflikt hervorgebracht: Die Entscheidung, ob ein möglicherweise behindertes Kind abgetrieben wird oder nicht.

Die Referentinnen und der Referent diskutieren unterschiedliche Aspekte zu Sinn und Zweck vorgeburtlicher Tests und erläutern neben der medizinisch-wissenschaftlichen Sicht auch den für die Eltern entstehenden Konflikt bei einem ungünstigen Befund. Die Veranstaltung entstand in Zusammmenarbeit von Humanistischer Union, Volkshochschule und Frauenbüro.

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