Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 19. Januar 1999

Gegen Emissionen

UBC: Luftverschmutzung soll verringert werden

Am Wochenende war die Hansestadt Lübeck wieder Treffpunkt internationaler BesucherInnen: Die Mitglieder der Umweltkommission der Union der Ostseestädte (Union of the Baltic Cities, UBC) sowie die Mitglieder der Arbeitsgruppe Lokale Agenda 21, insgesamt rund 40 Personen, haben an zwei Tagen im Rathaus der Hansestadt ihre Strategie(n) für das Jahr 1999 festgelegt.

So hat die Kommission für Umwelt in Lübeck eine länderübergreifende Initiative zur Emissionsreduzierung in den Häfen angekündigt. Es soll auf die Reedereien eingewirkt werden, schwefelarmen Dieselkraftstoff zu verwenden und zugleich auf schwefelreiche Schweröle zu verzichten. "Etwa ein Drittel der Luftverschmutzung geht auf die Passagierschiffe zurück", veranschaulicht Ralf Giercke vom lübschen Agenda-Büro die Notwendigkeit, hier aktiv zu werden. Gerade den Lübeckern liegt dieses Thema am Herzen: Travemünde ist mittlerweile so verschmutzt, daß die Aberkennung des Titels "Ostseeheilbad" droht.

Um einen Anreiz für die Reedereien zu schaffen, soll das Projekt mit För-
dergeldern der Europäischen Union (EU) finanziert werden.

Die Agenda-Arbeitsgruppe hat sich auf ihrer Tagung dafür ausgesprochen, die schleswig-holsteinische "Haushalts"-Aktion (die SZ berichtete) länderübergreifend auszudehnen - mehrere schwedische, aber auch finnische und baltische Städte haben bereits Interesse bekundet. Jetzt sollen noch weitere Städte zum internationalen Asutausch aufgefordert werden. Wenn die Resonanz entsprechend ist, werden die UBC-Mitglieder auf ihrer nächsten Sitzung am 23. September diese Aktion als ein Projekt des laufenden Jahres offiziell beschließen.

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