Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 30. März 1999

Närrische Völkerverständigung

Lübecker Karnevalisten reisen nach China- Empfang beim Botschafter

Am vergangenen Freitag vormittag ist eine 38köpfige Karnevalsdelegation aus der Hansestadt Lübeck nach Peking aufgebrochen, um im "Reich der Mitte" deutschen Karneval als Kulturgut darzustellen. Die Leitung der Gruppe hat der lübsche Stadtprinz der Karnevalssession 1997/98, Ernst-Helmut Wulle, gemeinsam mit seiner Ehefrau Sigrid.

Im Gepäck führt Wulle ein Schreiben von Stadtpräsident Peter Oertling sowie ein Buchgeschenk für den deutschen Botschafter in Peking, Dr. Konrad Seitz, mit. Majestätischen Glanz verleiht der Delegation mit Vertretern aus Kultur, Wissenschaft und Politik die amtierende Karnevalsprinzessin der Lübecker Karnevalsgesellschaft Rangenberg, Margret Gollin. Sie wird dem Deutschen Botschafter auf dem Empfang der lübschen Abordnung in der Botschaft am Donnerstag, 1. April, einen Karnevalsorden verleihen.

Die Reise verstünde man als Teil der Völkerverständigung, so Wulle. "Der Karneval ist von Frohsinn geprägt, aber auch von Toleranz. Damit ist der Karneval bestens geeignet dafür, daß sich Menschen näherkommen", sagte der Ex-Stadtprinz vor der Abreise. Besonders erfreut sei er, daß der Karnevalsgedanke nicht aus einer Hochburg vom Rhein, sondern aus Norddeutschland nach China getragen werde.

Die Gruppe wird unter anderem den bekannten "Platz des Himmlischen Friedens" besichtigen, die "verbotene Stadt", also den ehemaligen Kaiserpalast im Herzen der Stadt, ferner einen Kindergarten und natürlich die "Große Mauer". Geplant ist außerdem eine Übernachtung am sagenumwobenen Tempel Cheng-De.

Die Rückkehr an die Trave ist für den 3. April vorgesehen.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de