Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 30. März 1999

Ein politischer Autor

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Dietrich Kittner Fotos: Privat

Zehn Jahre Erich-Mühsam-Gesellschaft

Er war ein Mitschüler von Thomas Mann am Katharineum und wurde ebenfalls Schriftsteller: Der Apothekersohn Erich Mühsam (1878-1934) aber lebte vom Wesen her nicht wertkonservativ wie Mann, sondern war ein Anarchist. Seine politischen Aktivitäten trugen ihm 1919 in München Festungshaft ein und 1934 die Ermordung durch die Nazis im KZ Oranienburg.

Um Bewahrung von Leben und Werk dieses streitbaren Mannes kümmert sich die 1989 in seiner Vaterstadt gegründete Erich-Mühsam-Gesellschaft, die ihren Sitz im Buddenbrookhaus hat, wo auch das Erbe sichtbar gepflegt wird (im Gewölbekeller). Dauerleihgaben stehen dort auch in der Bibliothek - für wissenschaftlich Interessierte.

Die Mühsam-Gesellschaft gibt zwei Schriftenreihen heraus, darunter das Heft 7 des "mühsam-magazin", das kürzlich erschienen ist. Es enthält Materialien, einen Bericht von der Jahrestagung 1989 sowie Mitteilungen und ein Mitgliederverzeichnis.

Am Dienstag, 6. April, jährt sich zum zehnten Mal der Gründungstag der Gesellschaft. Auf einer Veranstaltung um 20 Uhr im Buddenbrookhaus werden die Abschriften der Tagebücher Erich Mühsams - die Originale verwahrt noch immer das Maxim-Gorki-Institut in Mos-kau - der

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