Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 16. Dezember 2018

Ausgabe vom 06. April 1999

Pompöse Gruften und bescheidene Grabstätten

Viele alteingesessene Familien haben auf dem Burgtor-Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden

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Das Eschenburg-Mausoleum

Der Burgtor-Friedhof, stadtnah zwischen Travemünder Allee und der
Eschenburgstraße gelegen, ist einer von neun Lübecker Friedhöfen. Viele alteingesessene Familien haben auf dem 1832 entstandenen Totenacker ihre letzte Ruhe gefunden. Pompöse Gruften bekannter Persönlichkeiten befinden sich neben bescheidenen Gräbern, die von den Friedhofsgärtnern oder der Verwandtschaft mal schlicht, mal originell gestaltet sind. Alt-Lübecker entdecken bei einem Rundgang immer wieder ihnen bekannte Namen von Senatoren oder alten Kaufmannsfamilien auf den Grabsteinen. Aber auch auswärtige Besucherinnen und Besucher finden für sie interessante Gräber, zum Beispiel die der Familie Mann oder des sogenannten St.-Pauli-Killers "Mucki" Werner Pinzner und seiner Frau Jutta.

"Hier kann jeder beerdigt werden, unabhängig von seiner Konfession und seiner Herkunft", erklärt Wilfried Fick, Leiter des Bereichs Friedhöfe. "Auch Selbstmörder werden selbstverständlich nicht hinter der Friedhofsmauer verscharrt."

Der Burgtor-Friedhof entstand nach dem in St. Lorenz (1597) und St. Jürgen (um 1600) außerhalb der Stadtmauern. Bis dahin wurde ausschließlich um die Stadtkirchen herum beerdigt. Doch bei steigender Einwohnerzahl nahmen auch die Beerdigungen zu, und die

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