Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 04. Mai 1999

Guter Rat

Die Verjährung von Ansprüchen

Wann verliert ein Gläubiger seine Ansprüche gegen den Schuldner?

Eine Forderung erlischt nicht mit dem Ablauf der Verjährungsfrist. Der Schuldner erhält aber das Recht, die Erfüllung der Forderung zu verweigern. Die Einrede der Verjährung muß ausdrücklich erhoben werden. Das Gericht prüft die Verjährung einer Forderung nicht von Amts wegen.

Innerhalb von sechs Monaten verjährt der Anspruch des Käufers einer Sache auf Wandlung oder Minderung sowie der Anspruch auf Schadensersatz wegen Fehlens einer zugesicherten Eigenschaft.

Die Verjährung beginnt bei beweglichen Sachen mit der Ablieferung. Innerhalb eines Jahres verjähren die Ansprüche auf Gewährleistung aus Kaufverträgen betreffend ein Grundstück. Die Verjährung beginnt mit der Übergabe des Grundstücks.

In zwei Jahren verjähren die Ansprüche beispielsweise der Kaufleute und Handwerker für Lieferung von Waren, Ausführung von Arbeiten und Besorgung fremder Geschäfte, es sei denn, daß die Leistung für den Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgte, dann verjähren die Ansprüche in vier Jahren.

In zwei Jahren verjähren auch die Ansprüche der Gastwirte, der gewerbsmäßigen Vermieter beweglicher Sachen, der Lohn- und Gehalts- empfänger, der

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de