Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 04. Mai 1999

Die SPD-Fraktion setzt sich für das Lübecker Tierheim ein

SPD

Die finanzielle Not des Lübecker Tierheims spitzt sich dramatisch zu. In diesem Jahr wird sich das Defizit des Tierschutzvereins Lübeck und Umgebung auf
400 000 Mark erhöhen, wenn keine rasche Hilfe erfolgt. Diese düstere Prognose zeigte ein Bericht der Verwaltung auf, der in der jüngsten Bürgerschaftssitzung vorgelegt wurde.

Zur schwierigen Situation des Tierheims erklärt Gabriele Hiller-Ohm, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende:

Wir wollen, daß der Lübecker Tierschutzverein seine engagierte Arbeit für aufgefundene und in Not geratene Tiere in Lübeck weiterführen kann. Wir haben uns in der letzten Bürgerschaftssitzung dafür eingesetzt, daß dem Verein für seine Arbeit ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden und eine Vereinfachung der Abrechnungsmodalitäten gegenüber der Stadt erfolgt.

Seit 1990 wurden die Sätze, die die Stadt für die Unterbringung und Versorgung der Tiere im Tierheim an den Verein zahlt, nicht erhöht, obwohl die Kosten kontinuierlich gestiegen sind und auch die Verweildauer der Tiere zugenommen und nicht abgenommen hat.

Mittelanpassung nötig

Eine Anpassung der Mittel war und ist, trotz der engen Haushaltslage der Stadt, dringend erforderlich.

Die Aufnahme und Verwahrung von Fundtieren ist eine kommunale Aufgabe. Wir dürfen uns hier nicht verschließen.

Der Verein erhält rund
100 000 Mark im Jahr. Für 1999 müssen wir 102 000 Mark zusätzlich bereit stellen, um die Arbeit abzusichern. Ab 2000 soll eine angemessene Aufstockung der Mittel erfolgen.

Wir haben unsere Vorstellungen mit der CDU-Fraktion besprochen und erreicht, daß unser Kooperationspartner mit uns gemeinsam den nachstehenden Antrag in die letzte Bürgerschaftssitzung eingebracht hat.

Gemeinsamer Antrag

Der Antrag wurde dann von allen Fraktionen beschlossen: "Der Bürgermeister wird gebeten, zur Sicherung des Bestandes des Tierheims am Resebergweg 10 für das Haushaltsjahr 1999 zusätzlich 102 000 Mark zur Verfügung zu stellen.

Für die künftigen Haushaltsjahre ist eine Neuregelung der Zuschußgewährung vorzunehmen, um die Arbeit des Trägervereins sicherzustellen.

Die Berechnungsmethode zur Zuschußgewährung ist zu vereinfachen (Pauschalierung)."

V.i.S.d.P.:Dietrich Szameit

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