Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 22. Juni 1999

Editorial

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Viele Köche verderben den Brei, lautet ein Sprichwort. Daß die Beteiligung vieler sinnvoll ist, um möglichst viele Interessen und Vorstellungen berücksichtigen zu können, zeigt die Lübecker Bauverwaltung. Sie hat ein bislang nicht praktiziertes, sehr umfangreiches, "dreistufiges BürgerInnenbeteiligungsverfahren" entwickelt, wie das Angebot, etwas umständlich in grammatikalischem Neudeutsch, dafür aber geschlechtsneutral, heißt.

Angewandt wird das Verfahren, um die Wettbewerbsvorgaben für die geplante

Umgestaltung des westlichen Altstadtrandes zu erarbeiten. Wie berichtet, soll der Abschnitt zwischen Hubbrücke und Dankwartsgrube wieder zu Lübecks schönster Flanier- und Uferzone der Altstadt umgestaltet werden. Möglich ist das dann, wenn die Verkehrsbelastung auf Ober- und Untertrave zurückgeht. Das wird durch den Bau der Nordtangente erreicht, die 2004 fertig sein soll.

Der erste Schritt des dreistufigen Beteiligungsverfahrens erfolgte bereits: Im Vorfeld der Wettbewerbsvorbereitungen wurden Gespräche mit Vertretern von Anliegern, Geschäftsleuten, Kindern und mit vielen anderen geführt, um deren Wünsche und Gestaltungsvorstellungen zu ermitteln. Am Dienstag, 29. Juni, erfolgt der zweite Schritt: Um 19.30 Uhr stellt die Bauverwaltung den Stand der Planungen bei einer öffentlichen Bürgerversammlung in der Großen Börse des Rathauses vor. Kommen auch Sie, wünscht sich Ihre SZ-Redaktion

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