Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 10. August 1999

Die Blaualgenblüte hat begonnen

Vorsicht geboten beim Baden bei starker grünlicher Trübung des Wassers

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Vor dem Sprung ins khle Na§ der Wakenitz, wie hier an der Badestelle Kleiner See in Eichholz, lohnt sich ein Blick auf das Wasser: Sind keine blulich-grnlichen Trbungen in Sicht, kann man die Erfrischung bedenkenlos genie§en; Foto: Privat

Die Blaualgenblüte hat in den lübschen Gewässern begonnen, bestätigte Claus Boller, Gesundheitsaufseher vom Bereich Umweltschutz, der für die Überwachung der Badewasserqualität zuständigen Gesundheitsbehörde. Dies stellte er auf seiner 14tägigen routinemäßigen Ortsbegehung der Flußbäder Marli, Falkenwiese, Kleiner See und Krähenteich am vergangenen Dienstag fest. So trat beispielsweise in der Badeanstalt Falkenwiese im Nichtschwimmerbereich die typische bläulich-grünliche Trübung mit Schlieren und rahmartigen Schichten auf. Mit Flatterband wurde dieser Bereich sofort abgesperrt. Dagegen wurde in der Badeanstalt Marli, die sich direkt am gegenüberliegenden Ufer der Wakenitz befindet, keine Blaualgenblüte festgestellt.

"Das massenhafte Auftreten von Blaualgen ist sehr abhängig von Windstärke und -richtung", erklärt Boller. Deshalb sei eine derartige Situation auch nicht vorhersehbar. Die Schwimm- meister kontrollieren die Badezonen, bei verstärkten Algenauftreten werden die Bereiche gesperrt, bis sie sich durch eine Windänderung wieder aufgelöst haben.

Zusätzlich sollten Badende die Informationstafeln an der Wakenitz beachten. Auf ihnen wird erklärt, woran man Blaualgen erkennt und wie man sich am besten verhält. Denn Blaulagen können giftig sein und beim Kontakt mit der Haut oder durch Trinken des belasteten Wassers die unterschiedlichsten Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall hervorrufen.

Besonders Badende in der unbewachten Badeanstalt Krähenteich sollten zur Zeit das Wasser genauestens kontrollieren, bevor sie sich ins kühle Naß stürzen. Zwar werden auch hier alle zwei Wochen Kontrollen durchgeführt, doch bereits geringfügige Wind- änderungen können die Badestelle in kurzer Zeit veralgen lassen. Da eine Badeaufsicht fehlt, gibt es keine zwischenzeitlichen Kontrollen.

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