Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 10. August 1999

Gästebuch

0870707.gif
Dr. Ronald Lbbecke (re.) von der Gesellschaft fr bedrohte Vlker erlutert Stadtprsident Peter Oertling die Ausstellung; Foto: T. Wewer

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines internationalen Jugendlagers zur Kriegsgräberpflege in Lübeck wurden am vergangenen Dienstag von Stadtpräsident Peter Oertling im Audienzsaal des Rathauses empfangen. Der Stadtpräsident lobte das Engagement der Jugendlichen, die insbesondere an den Kriegsgräbern auf dem Ehrenfriedhof sowie auf dem Vorwerker Friedhof gearbeitet hatten.

Anläßlich der Ausstellung "50 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" in der Großen Börse empfing Stadtpräsident Peter Oertling am Donnerstag Vertreter der Gesellschaft für bedrohte Völker. Gerade die Deutschen seien aufgerufen, über den Wert der Menschenrechte nachzudenken, sagte der Stadtpräsident. In diesem Sinne hoffe er, daß die Ausstellung nachdenklich mache. Er bedauerte, daß aufgrund der Ferien keine Schulklassen die Präsentation besichtigen.

Dr. Ronald Lübbecke von der Gesellschaft für bedrohte Völker betonte, daß Menschenrechtsverletzungen kein Problem eines einzigen Staates sei, sondern ein weltweites. Auch in Deutschland kämen Menschenrechtsverletzungen vor. Gleichwohl gebe es auch Fortschritte, etwa wenn amtierende Machthaber wie Slobodan Milosevic vor dem Internationalen Gerichtshof angeklagt würden oder ehemalige Diktatoren wie Pinochet sich für ihre Taten verantworten müßten. Die Ausstellung zeigt Beispiele von Menschenrechtsverletzungen und was man dagegen tun kann. Sie ist noch bis zum 26. August täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de