Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 17. August 1999

Mieter atmen auf

Entspannung auf Lübecks Wohnungsmarkt

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Seit 1993 nimmt die Anzahl der gemeldeten Wohnungssuchenden in Lbeck stetig ab; SZ-Grafik

Leerstehende Wohnungen, verhandelbare Preise - Lübeck scheint derzeit ein Paradies für Mieter zu sein. Die Entwicklung auf dem freien Wohnungsmarkt schlägt sich auch auf die Statistik des Stadtverwaltungsbereichs Wohnungswesen nieder. So ist die Zahl der dort vorgemerkten Wohnungssuchenden von 3534 im Jahr 1990 auf 1967 im Jahr 1998 gesunken. Im Juli lagen dem Bereich 1329 Anträge auf Vermittlung vor. Viele Wohnungssuchende versuchen ihr Glück ohne fremde Hilfe auf dem freien Markt.

Die meisten Anträge auf Wohnraumvermittlung hatte der Bereich Anfang der 90er Jahre zu bearbeiten. 4407 Wohnungssuchende baten 1993 um Hilfe. In dieser Zahl spiegelt sich der Bevölkerungszuwachs nach dem Mauerfall 1989 wider. Zählte die Stadt 1986 noch 207 707 Einwohner waren es im Herbst 1989 bereits 217 739.

Inzwischen haben eine abnehmende Bevölkerungszahl und der Bau von 4000 Sozialwohnungen sowie von 1500 frei finanzierten Wohnungen zur Entspannung der Lage beigetragen. Die Umnutzung der Waldersee-Kaserne und der Cambrai-Kaserne spielen dabei eine große Rolle. Seit 1993 ist eine fast gleichmäßige Abnahme von Anträgen auf Wohnungsvermittlung zu verzeichnen.

Meist genannter Grund für einen Antrag auf Vermittlung ist die unzureichende Größe der vorhandenen Wohnung. An zweiter Stelle steht eine zu hohe Miete, an dritter Stelle der Wunsch, das Elternhaus zu verlassen. Insbesondere Einzelpersonen setzen auf die Hilfe des Bereichs Wohnungswesen bei der Suche nach einer neuen Bleibe.

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