Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 17. August 1999

Lübeck profitiert von EU-Fördermitteln

Dänisch-Deutscher Ausschuß unterstützt grenzüberschreitende Projekte - Förderperiode bis 2001

Für die Europäische Union sind Lübeck-Ostholstein, Storstrøms Amt und Lübeck eine Region - jedenfalls nach förderpolitischen Gesichtspunkten. Das regionale EU-Förderprogramm Interreg IIA unterstützt Gebiete an den Binnen- und Außengrenzen der EU bei der Bewältigung besonderer Entwicklungsprobleme infolge ihrer wirtschaftsgeographischen Randlage. Außerdem richtet es Kooperationsnetzwerke über die Grenzen hinweg ein. Zwischen 1996 und 1998 ermöglichte Interreg IIA insgesamt 17 Projekte mit einem Fördervolumen von rund
6,4 Millionen Mark. Dabei floß ein Drittel des Geldes nach Lübeck.

Im Jahr 2001 läuft Interreg IIA aus. Deshalb besteht in diesem Jahr zum letzten Mal die Möglichkeit, innerhalb der Förderperiode bis Dezember 2001, gemeinsame Projekte zwischen Lübeck, Ostholstein und Storstrøms Amt anzustoßen. Etwa 1,95 Millionen Mark stehen für grenzübergreifende Projekte noch zur Verfügung. Bis zu 50 Prozent der anfallenden Kosten eines Projektes können damit finanziert werden. Die Kofinanzierung muß mit nationalen öffentlichen Mitteln erfolgen.

Anders als bei den meisten anderen EU-Programmen vergeben nicht staatliche Stellen den Zuschuß, sondern ein regionaler Begleitausschuß. Der hiesige "Dänisch-Deutsche Ausschuß" setzt sich aus Vertretern der Partnerkreise und deren Organisationen zusammen. Das birgt den Vorteil kurzer Kommunikationswege. In der Regel verstreichen nur drei Monate zwischen Beantragung und Umsetzung der Projektidee. Gegenüber herkömmlichen Antragsverfahren bei der EU ist das schon fast Rekordzeit.

Mit dem Geld aus Interreg IIA können Projekte im Bereich der Unternehmenskooperation (ca. 1,5 Millionen Mark) und des Tourismus (ca. 0,5 Millionen Mark) gefördert werden, so Björn Jacobsen von der Wirtschaftsförderung Lübeck.

"Projektanträge mit gezielter Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, Entwicklung der deutsch-dänischen Zweisprachigkeit, der Internationalisierung von Organisationsstrukturen oder Seminare für den Einsatz der Mitarbeiter im nahegelegenen Dänemark sind von hohem Nutzen für die hiesige Wirtschaft", betont Uwe Mantik, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH.

Dario Arndt, Mitarbeiter des Lübecker Interreg IIA Sekretariats weist darauf hin, daß die Projekte von öffentlichen Institutionen beantragt werden müssen. "Wir helfen den Beteiligten, den richtigen Rahmen und adäquate Projektpartner in Dänemark für Ihre Ideen zu finden und diese Ideen auch umzusetzen." Neue Projektideen aus den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung und Dienstleistung, Tourismus, Umwelt und Energie, Ausbildung und Kultur seien immer noch förderfähig.

Angesichts des Interreg IIIA Programmes für die Jahre 2000 bis 2006 streben die Regionen Sønderjylland/ Schleswig-Flensburg, Storstrøm/Ostholstein/Lübeck sowie Fünen/ Kiel/ Eckernförde/Rendsburg/Neumünster verstärkt die Zusammenarbeit untereinander an. Hauptaugenmerk liegt auf den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Forschung/Technologie, Kultur, Bildung/ Weiterbildung/ Qualifizierung, Infrastrukturentwicklung und Umwelt/ Energie.

Zur Zeit besteht noch die Möglichkeit, im Rahmen des Interreg IIA Programmes, Fördermittel für die gemeinsame Förderregion Lübeck, Ostholstein und Storstrøms Amt zu erhalten. Informationen zu den Fördergebieten Wirtschaft, Tourismus, Forschung/ Technologie, Kultur, Bildung/ Weiterbildung/ Qualifizierung, Infrastrukturentwicklung und Umwelt/ Energie, auch für Projekte unter dem neuen Förderprogramm Interreg IIA, sowie Hilfestellung bei der Antragstellung können bei den Interreg-Sekretariaten der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH, Tel. (0451) 706 55 17, Email: info@luebeck.org oder bei der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH, Telefon (0421) 80 810, eingeholt werden.

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