Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 17. August 1999

"Wir haben einen aktuellen Auftrag"

Museum für Natur und Umwelt feiert 200 Jahre Naturkunde in Lübeck - Anlaß für neue Pläne und Ideen

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Einen modern gestalteten Eingangsbereich wnschen sich Dr. Susanne Fting und Dr. Wolfram Eckloff fr ihr Museum, denn der neue Name des Museums fr Natur und Umwelt steht fr ein neues Konzept mit neuen Ideen; Foto: M. Lohse

Gerade einmal sechs Jahre ist es her, da feierte Lübeck das 100jährige Bestehen des Naturhistorischen Museums. Heute heißt dasselbe Haus Museum für Natur und Umwelt und hat schon wieder einen Grund zum Feiern: diesmal das 200jährige Bestehen der Naturkunde in der Hansestadt. Mit dem Walbaum-Fest am 28. und 29. August erinnern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums an Johann Julius Walbaum und stellen in einer Sonderausstellung eine Reihe zukunftsweisender Pläne vor.

Der Lübecker Arzt und Naturforscher hatte 1799 mit seinem Nachlaß, einer umfangreichen Naturaliensammlung, den Grundstock für die Naturkunde in Lübeck gelegt. "Wir wollen mit Walbaum die Wurzeln des Hauses feiern und uns gleichzeitig neuen Plänen zuwenden", erklärt Dr. Wolfram Eckloff, seit 1996 Leiter des Museums. Walbaums Wahlspruch "Tätigkeit ist die Zier des frommen Mannes", hat es ihm angetan.

Mensch und Natur

Als die Konferenz des Fachbereichs Kultur im Dezember 1997 die Umbenennung des Naturhistorischen Museums in Museum für Natur und Umwelt beschloß, stand auch die Neu-Definition des Bereiches an. "Wir wollten zukunftsorientierter klingen und es auch sein", sagt Eckloff. So sollte Walbaums Engagement für die Umweltbildung wieder aufgegriffen werden. Die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt und der Mensch als Teil der Natur seien Aspekte, die künftig stärker betont werden sollen. Außerdem solle noch mehr "Tiefgang in der Information" erreicht werden.

"Die Zusammenhänge reichen weiter als nur bis vor die Tore Lübecks", ergänzt die Biologin und stellvertretende Museumsleiterin Dr. Susanne Füting. Auch ein Regionalmuseum müsse in der Lage sein, globale Bezüge anschaulich herzustellen. "Das hören wir auch von Besuchern." Außer der 1993 neu eröffneten Abteilung zur Geologie Schleswig-Holsteins, ist das Museum seit den fünfziger Jahren nur wenig weiterentwickelt worden.

Nicht nur inhaltliche, sondern auch Veränderungen in

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