Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 17. August 1999

Spiele und Service

Wie Museumspädagogen Besucher anlocken

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Der Museumsbesuch als Spiel: Kinder lsen originelle Quizfragen; Foto: N. Lwe

Museumspädagogische Angebote haben im Museum für Natur und Umwelt Tradition. Schon Johann Julius Walbaum, dessen Nachlaß den Grundstock für die lübsche Naturkunde legte, setzte sich für eine kindgerechte Umweltbildung ein. Seit 1981 verfügt das Haus über eine Abteilung für Museums- pädagogik, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zahlreiche Führungen für Interessierte aller Altersgruppen anbieten.

An Themen wie fossile Wale, die Erdgeschichte Schleswig-Holsteins, heimische Säugetiere, Vögel, Insekten und Fische führen die Museumspädagoginnen und -pädagogen Kindern spielerisch heran. Statt langweiliger Vorträge nutzen sie Puzzles, bunte Arbeitsbögen oder Rallyes, um zu beweisen, daß das Museum kein Ort der Langeweile sein muß. Kinder im Vorschulalter werden auch schon einmal gebeten, für den "Waldspaziergang" im Museum ihre Stofftiere mitzubringen. Mit Gips und leeren Schneckenhäusern vollziehen die jungen Besucher die Entstehung von Fossilien nach.

In Museumsworkshops können Gruppen hier präparieren, mikroskopieren, basteln und Filme und Literatur diskutieren. In Sprechstunden können Besucher aus dem Urlaub mitgebrachte Steine oder unbekannte Insekten von Fachleuten bestimmen lassen. Auch Pilzsammler wissen das Museum zu schätzen. Besonders Sammler, die sich bei der Erkennung von Giftpilzen nicht sicher genug sind, wissen den Pilzberatungs-Service zu schätzen, wenn sie ihre Funde guten Gewissens genüßlich verspeisen.

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