Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 17. August 1999

Eine gelungene Mischung

Vorschau auf die Lübecker Musiktheater-Saison 1999/2000

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Am 25. September ist die Oper "Falstaff" mit Mario di Marco (Titelpartie) und Angela Nick (Meg Page) zu sehen; Foto: Privat

Die Festivals neigen sich allerortendem Ende zu. Da richtet sich das Augenmerk langsam wieder auf das heimische Musikangebot der Saison 1999/2000 - und das ist bekanntermaßen in Lübeck sehr gut. Generalmusikdirektor (GMD) Erich Wächter und Generalintendant Dietrich von Oertzen haben eine interessante Mischung aus Höhepunkten und weniger Bekanntem - das es aber in sich hat - zusammengestellt. Mit einem italienischen Evergreen von Giacomo Puccini wird die Opernsaison am 10. September eröfnet. "La Bohème" ist das von vielen Fans am meisten geschätzte Werk des Verismo-Meisters.

Vom Landsmann Giuseppe Verdi steht dann am 25. September wieder der köstliche "Falstaff" auf dem Programm. Die Inszenierung und musikalische Wiedergabe wurden bei der Premiere am 29. Mai zu Recht ausgiebig gefeiert.

Wolfgang Amadeus Mozarts "Die Zauberflöte" ist ein Meisterwerk, das seit zwei Jahrhunderten auch weniger geübte Theatergänger in seinen Bann zieht. Die Premiere ist am 24. Oktober.

Noch in diesem Jahr folgt am 27. November "Der feurige Engel". Damit bringt das Ensemble nach dem Sensationserfolg von "Die Liebe zu den drei Orangen" eine weitere Lübecker Erst-
aufführung von Serge Prokofieff.

Eine Rarität im Programm ist eine weitere Verdi-Oper, allerdings eine frühe: "Luisa Miller" hat Friedrich Schillers "Kabale und Liebe" zur Vorlage. Die Oper kommt als erste Premiere im Jahr 2000 am 21. Januar heraus.

Ludwig van Beethovens "Fidelio" schließt sich an. Das hohe Lied auf die Liebe wird konzertant in der Musik- und Kongreßhalle (MuK) aufgeführt. Im Gespräch ist Anne Schwanewilms als "Leonore", die als "Senta" in Richard Wagners "Der fliegende Holländer" in der vergangenen Saison ein sensationelles Debüt feierte. Noch einmal ausgesprochen heiter wird es im Großen Haus mit Gioaccino Rossinis "Der Türke in Italien" am 31. März, während der Doppelabend mit Bela Bartoks "Herzog Blaubarts Burg" und Kurt Weills und Bert Brechts "Die sieben Todsünden" - Premiere ist am 12. Mai - in ernstere Gefilde steigt.

Die große Rock-Oper "Tommy" von Pete Townshend, die kurz vor Spielzeitende - und erstmals in einer sehr gelobten deutschen Fassung - einen riesigen Premierenerfolg erzielte, steht ab 11. September wieder auf dem Plan.

Am 24. September folgt dann die Operette der Saison, Eduard Künneckes unverwüstlichem "Vetter aus Dingsda".

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