Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 24. August 1999

Umweltschutz endet nicht im Krematorium

Lübecker Einäscherungsanlage nach Umbau auf neuestem Stand - Filteranlagen zur Schadstoffreduzierung

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Aktivkohle bindet die Schadstoffe aus der Abluft des Verbrennungsprozesses. Michael Münchenberger und Wilfried Fick (v.li.) überwachen den Vorgang

"Zur Weihnachtszeit ist bei uns Hochkonjunktur", sagt Michael Münchenberger und lächelt vorsichtig. Als der technische Leiter des modernisierten Lübecker Krematoriums vor einem Jahr seine neue Stelle antrat, machte er noch einen großen Bogen um jeden Sarg und jede Urne. Inzwischen hat sich der Elektromeister mit einer Ausbildung für Hochdruckkesselanlagen an den täglichen Umgang mit dem Tod gewöhnt. Schließlich äschern die fünf Mitarbeiter des Krematoriums auf dem Vorwerker Friedhof im Schichtbetrieb an fünf Tagen der Woche bis zu 25 Leichname täglich ein. Je nach Jahreszeit schwankt die Zahl der einzuäschernden Toten; im Sommer ist sie am niedrigsten.

Münchenberger ist für den reibungslosen technischen Ablauf und die Einhaltung der strengen Kriterien des Bundesimmissionsschutzgesetzes verantwortlich. Und genau diese Kriterien machten den Umbau des äußerlich unveränderten Gebäudes notwendig. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist das Krematorium seit Sommer 1998 mit zwei modernen

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