Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 28. September 1999

LÜBECK STATISTIsch

Unterrichtsbedingungen sind ein immer aktuelles Thema. Zu wenig Klassenräume und zu hohe SchülerInnenzahlen pro Lehrer boten schon vor 50 Jahren Grund zur Unzufriedenheit. Durch den Flüchtlingszustrom der Nachkriegsjahre war die Schülerzahl stark angewachsen, heißt es in "Lübeck im Jahre 1949". Für das Jahr 1939 waren 12 647 Volksschüler in der Hansestadt gemeldet worden. Zehn Jahre später hatte sich diese Zahl fast verdreifacht: Bereits 33 016 Kinder und Jugendliche besuchten die Volksschule. Trotz dieses Zuwachses standen 1949 den 788 Schulklassen mit 428 Klassenräumen nur 93 Zimmer mehr zur Verfügung als 1939. Ende 1949 fehlten also noch 360 Klassenräume. Mit der doppelten Ausnutzung der Räumlichkeiten durch Vor- und Nachmittagsunterricht versuchte man, sich mit der Raumnot zu arrangieren. In einer Volksschulklasse lernten damals 42 SchülerInnen,
77 SchülerInnen teilten sich ein Klassenzimmer. Auf 53 SchülerInnen entfiel damals eine Lehrkraft.

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