Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 19. Oktober 1999

Kinotip

Warum der Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach?

Zehn Jahre ist der südkoreanische Film über den Zen-Buddhismus von Yong-Kyun alt und hat nichts von seiner Faszination eingebüßt.

In einer kleinen, verfallenen Einsiedelei in den Bergen wohnen ein alter, asketischer Zen-Meister und seine Schüler Kibong und Haejin. Kibong ist ein junger, noch unsicherer Mönch, Haejin ein Waisenkind. Umgeben von der Natur und ihren Elementen verkörpern sie drei Stadien des Menschen auf dem Weg zum wahren Sein, zur erfüllten Harmonie und zur inneren Freiheit.

Eines Tages führt der kleine Haejin unbeabsichtigt den Tod eines Vogels herbei und wird durch die zerstörte Gemeinschaft des Vogelpaares erstmals mit der Dualität von Leben und Tod konfrontiert. Haejin beginnt, das dem Leben zugrundeliegende Leiden zu verstehen.

Als der Meister stirbt, zeigt Haejin, daß er das Wesen des Zen-Bud-dhismus erfaßt hat. Auch der junge Mönch Kibong löst nun sein Existenzproblem und findet Erleuchtung.

Der Film (Originalfassung mit Untertiteln) besticht durch seine ruhigen, meditativen Bilder aus einer anderen Welt . Er läuft am 26. und 27. Oktober um 20 Uhr im Kommunalen Kino, Mengstraße.

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