Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 30. November 1999

Geld für Hafenausbau

Skandikai: Rammschlag für Doppelstockanleger

Mit dem ersten Rammschlag für den Anleger 6a am Skandinavienkai haben am Montag offiziell die Bauarbeiten für den Doppelstockanleger begonnen. Die Hansestadt Lübeck investiert rund
15 Millionen Mark in die Infrastruktur, die Lübecker Hafen-Gesellschaft noch einmal rund sieben Millionen Mark in die Suprastruktur (Bau der Rampen, Gangways und sonstiger Aufbauten des Anlegers) dieser Maßnahme. Der Anleger soll bereits im August 2000 fertig sein.

Zukünftiger Nutzer des Kais ist die TT-Line mit Schiffen der neuesten Generation. So wie im Vorwerker Hafen ermöglicht der neue Anleger die gleichzeitige Entladung der Schiffe über zwei Ebenen über das Heck. Entsprechend wird eine Hauptdeckklappe gebaut, dessen bewegliches Teil 20 Meter lang ist.

Damit der "Skandikai", an dem wöchentlich fast 90 Schiffe abfahren, auch weiterhin der größte Fährhafen Europas bleibt, investiert die Hansestadt weiterhin kräftig. Bis 2002 werden gut 220 Millionen Mark von Stadt und LHG in den Hafenausbau gesteckt. So soll bis 2001/2002 der Anleger 6 zu den Anlegern 5a und 6 umgebaut werden. Die Gleisstrecke in Richtung Ivendorfer Landstraße wird bis Ende 2001 verlegt. Insgesamt werden rund 20 Hektar neue Hafenfläche geschaffen, davon etwa sechs bis Mitte 2002. Daneben entstehen zwei neue Gewerbegebiete mit jeweils rund 20 Hektar bis 2001/2002.

Damit verfügt der Skandinavienkai ab Mitte 2002 über acht leistungsfähige Anleger mit etwa 55 Hektar Hafen- und 40 Hektar Gewerbefläche.

Den Rammschlag lösten Bürgermeister Michael Bouteiller, Bausenator
Dr. Volker Zahn und die LHG-Geschäftsführer Manfred Evers und Hans-Gerd Gieleßen aus.

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