Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 14. März 2000

Bauland gesucht

Gebiet Bornkamp für 500 Wohneinheiten?

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Ringstedtenhof und Kleingärten sind durch das Baugebiet "Bornkamp" nicht bedroht; Karte: Bereich Stadtentwicklung

An welchen Standorten kann die Hansestadt Lübeck kurzfristig Bauland bereitstellen?Diese Frage versuchte einen Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Politik zu beantworten, um den Prüfauftrag der Bürgerschaft vom Februar 1999 zu erfüllen. Untersucht werden sollte, auf welchen über die im Wohnbaulandkonzept 2010 genannten größeren Flächen 800 bis 1000 Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser auf städtischen Grundstücken gebaut werden könnten. Die Antwort, die nächste Woche im Bauausschuß beraten wird, ist ernüchternd:Von acht untersuchten Gebieten blieb nur ein 20 Hektar großes übrig, das Platz für etwa 400 bis 500 Wohneinheiten bietet:Das Areal Bornkamp, südlich des Landschaftsschutzgebietes Ringstedtenhof und westlich der Bahnlinie beziehungsweise des Hochschulstadtteils.

Alle anderen untersuchten Standorte verwarf die AG, weil entweder Belange des Natur- und /oder Landschaftschutz dagegen sprechen oder durch andere Planung ausscheiden.

Aber auch das Gebiet Bornkamp kann nicht sofort bebaut werden:Der Flächennutzungsplan müßte geändert, eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht und Abstimmungsgespräche mit den einzelnen Fachbereichen - Umwelt, Verkehr, Entsorgungsbetriebe - geführt werden. Selbst wenn das Neubaugebiet in Zusammenhang mit dem Hochschulstadtteil entwickelt werden könnte, dessen Erschließung noch in diesem Jahr beginnen soll, so ist derzeit nicht damit zu rechnen, daß der erste Spatenstich für Bornkamp bereits 2002 erfolgen kann.

Diese Meldung in den LN hatte für erhebliche Unruhe gesorgt. Ebenso die Aussage, der Ringstedtenhof würde überplant. Das ist, siehe Karte, nicht vorgesehen. Das Gebiet Bornkamp liegt zudem deutlich südlicher.

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