Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 28. März 2000

Eine große Kostbarkeit

Der Memlingaltar im St. Annen-Museum

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Der Passionsaltar der Familie Greverade; Foto: Museum

Vier Wochen vor Ostern, gegen Ende der Passionszeit, werden im St. Annen-Museum wieder die Flügelaltäre geöffnet. Darunter befindet sich auch das Schmuckstück, der berühmte Memlingaltar von 1491. Er wurde von der wohlhabenden Familie Greverade bei Hans Memling, dem Schüler Rogier van der Weydens, für eine Privatkapelle im Dom im flämischen Brügge in Auftrag gegeben. Brügge war damals das Zentrum der Malerei. Abweichend von der Lübecker Tradition sind alle Seiten dieses Wandaltars gemalt.

Memlings letztes großes Altarwerk vereint alle Merkmale seiner Kunst.Die für den Künstler charakteristischen Einzelstudien und kleinformatigen Szenen werden in einer groß angelegten Komposition verbunden. Das Werk ist von seiner Schönlinigkeit, der Kostbarkeit der Farbe und der Brillanz des Stofflichen geprägt, weniger von der dynamischen Kraft der Realität. Die Hauptansicht schildert, eingebettet in eine sogenannte "Erzähllandschaft", die Passion Christi.

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