Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 23. Mai 2000

"Einige Briketts nachlegen"

Förderverein für Multimedia-Campus gegründet - Konzept fundiert und tragfähig

Die Anstrengungen in der Hansestadt Lübeck werden noch einmal verstärkt, um den in Schleswig-Holstein geplanten Multime- dia-Campus (MMC) an die Trave zu holen. Am vergangenen Freitag gründete sich ein entsprechender Fördervein. Neben hiesigen namhaften Unternehmen gehören die Hochschulen, die Wirtschaftsförderung, die regionalen Wirtschaftsorganisationen und nicht zuletzt die Hansestadt Lübeck zu den Gründungsmitgliedern. Die Landesregierung entschiedet voraussichtlich am 27. Juni über die Vergabe. Neben Lübeck ist die Landeshauptstadt Kiel als Stand- ort im Gespräch.

Für die Förder stehen Lübecks Chancen gut. "Das Konzept ist wissenschaftlich sehr fundiert und finanziell tragfähig", betont der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Ernst Wortberg, zugleich Vorstandsvorsitzender Firma Possehl. Deshalb stelle sein Unternehmen eine mit 190 000 Mark jährlich ausgestattete Stiftungsprofessur im Bereich Electronic Business oder Multimedia-Design zur Verfügung. Winfried Klimek von der Firma galaxis technology kündigte an, in den ersten drei Jahren jeweils 0,75 Millionen Mark in den MMC investieren zu wollen.

Der Förderverein bemüht sich um weitere Mitglieder und Sponsoren, zum Beispiel auch internationale Partner. Mit der University of Colorado in Boulder sei bereits eine enge Kooperation, die auch den Austausch von Studenten beinhalte, vereinbart, berichtete Professor Michael Herczeg von der Medizinischen Universität.

Unterdessen hat der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Baasch einen Bericht der Stadtzeitung zurückgewiesen, die hiesigen Landtagsabgeordneten würden sich nicht erkennbar um die MMC-Ansiedlung in Lübeck bemühen. Baasch:" Die Lübecker SPD-Landtagsabgeordneten haben sich sehr wohl öffentlich für den Multime- dia-Campus in Lübeck stark gemacht und werden dies auch in den nächsten Monaten tun." Stadtpräsident Peter Oertling wünscht sich genau das:"Unsere Abgeordneten müssen jetzt noch einige Briketts nachlegen", forderte er am Rande der Gründungsfeier des Fördervereins.

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