Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 23. Mai 2000

Der Linderteller wird übersichtlicher

Neue Markierungen sollen den Unfallschwerpunkt entschärfen

1260803.gif
Neu markierte Fahrradspuren an der Einmündung der Konrad-Adenauer-Straße in den Lindenplatz; Foto: M. Rulfs

"Was soll das denn nun? Das ist doch immer noch ein Eiertanz!", kommentiert eine morgendliche Radfahrerin die neuen Markierungen auf der Westseite des Lindenplatzes. Anlaß für die Markierung waren die vielen Unfälle an diesem Platz. Von den 45 Unfällen des Jahres 1999 mit drei Schwer- und 20 Leichtverletzten geschahen 36 beim Einbiegen oder Kreuzen der Fahrbahn.

Aus der Fackenburger Allee kommend, ist die Radfahrerin jetzt länger als bisher vom Autoverkehr durch die neu markierten Fahrradstreifen getrennt. Will sie gleich in die Hansestraße abbiegen, muß sie nicht, wie bisher, auf den Kreisel fahren. Um allerdings in die Innenstadt zu kommen, muß sie sich auf die Fahrbahn des Kreisels wagen, muß eine Fahrbahn kreuzen und sich dabei ständig vergewissern, daß die Autofahrer hinter ihr sie auch gewähren lassen. Und sie kann nur hoffen, daß kein Fahrzeug auf der zweiten Spur aus dem Kreisel kommend in die Moislinger Allee einbiegen will und dabei ihren Weg kreuzt. Erst danach erreicht sie das rettende Ufer des Fahrradwegs auf der Puppenbrücke.

Alle Nutzer des Tellers kennen ähnliche Situationen. Die neu markierten Fahrradspuren machen die Fahrt auf dem Kreisel nicht weniger gefährlich, aber sie geben den Radfahrern in einem Randbereich ihren Platz.

Die Markierung der drei aus der Fackenburger Allee kommenden Auto-Fahrbahnen verspricht da schon mehr: Im Gegensatz zu früher müssen die Autos jetzt gestaffelt anhalten, bevor sie in den Teller einbiegen. Sie haben durch diese Staffelung einen besseren Überblick über den Verkehr auf dem Kreisel, und auch die Fahrer auf dem Kreisel können die Wartenden besser sehen.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de