Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 22. Juli 2019

Ausgabe vom 23. Mai 2000

Ein Schlußstrich

Saxe bietet Hoffmann Normalität an

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Erhält Kompetenzen zurück: Dr. Beate Hoffman; Foto: M. Erz

Bürgermeister Bernd Saxe hat einen Schlußstrich unter das unter seinem Vorgänger gestörte Verhältnis zur Umweltsenatorin Dr. Beate Hoffmann gezogen. Wie das Büro des Bürgermeisters in der vergangenen Woche mitteilte, werden die Verfügungen des früheren Bürgermeisters Michael Bouteiller vom 26. November 1998 und 19. Juli 1999 über die vorübergehende Unterstellung des Fachbereichs-Controllings unter den Bürgermeister und die Durchführung von Dienstbesprechungen des Bürgermeisters mit den Bereichsleitungen des Fachbereichs Umwelt mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Bürgermeister Saxe: "Ich biete Frau Dr. Hoffmann an, zur Normalität auf der organisatorischen Ebene des Fachbereichs Umwelt zurückzukehren. Ich erwarte für die Zukunft eine konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit." Darum hat Bürgermeister Saxe entschieden, daß keine arbeits- und
dienstrechtliche Maßnahmen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Umwelt, die an Konflikten um die Leitung des Fachbereichs beteiligt waren, eingeleitet werden.

"Ich freue mich, daß wir wieder zu normalen Verhältnissen zurückkehren", so Hoffmann gegenüber den Lübecker Nachrichten. Das werde auch zum Wohle der Stadt sein, versicherte sie.

Weiterhin wies Saxe die Umweltsenatorin an, Leitung und Führung ihres Fachbereiches im Geiste eines kommunikativen Führungsstils unter Beachtung der für die Stadtverwaltung geltenden Regelungen, insbesondere in Anwendung der Führungsleitlinien vom Dezember 1998, wahrzunehmen.

In den Führungsleitlinien steht unter anderem: Wir tragen zu einer vertrauensvollen Atmosphäre bei und sprechen Konflikte frühzeitig und offen an; wir lassen unsere MitarbeiterInnen in Konfliktsituationen nicht allein; wir lassen Kritik zu und nehmen sie an; wir beteiligen MitarbeiterInnen frühzeitig an unseren Überlegungen und Planungen; wir haben Zeit für MitarbeiterInnen und stellen sicher, daß gewünschte Gespräche innerhalb einer Woche stattfinden. Außerdem sollen Führungspersonen nie gleich sagen, "es geht nicht".

Damit der Reformprozeß weiterhin fortgesetzt wird, sollten Führungspersonen regelmäßig und rechtzeitig über alle aktuellen Entwicklungen informieren sowie die Bereitschaft der MitarbeiterInnen fördern, sich aktiv einzubringen.

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