Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 26. Juni 2000

Das Lübeckische Jahrbuch ist da

"Der Wagen 2000":Bestandsaufnahme von Kultur, Kunst und Zeitgeschichte

"Der Wagen 2000" ist da: Das Lübeckische Jahrbuch, das sich seit 1919 der Bestandsaufnahme von Kunst und Kultur widmet, präsentiert sich nach einer zweijährigen Pause in etwas kleinerem Format - dafür inhaltlich unverändert qualitätsvoll. In einer von Informationsflut und schnellem Wissensdurchlauf geprägten Zeit liefert "Der Wagen" einmal mehr fundierte und dabei stets gut lesbare Beiträge von diesmal zwanzig Autoren.

Ihr Einsatz ist ebenso ehrenamtlich wie das seines Herausgebers Dr. Rolf Saltzwedel, der nach 33 Jahren die Betreuung der Reihe abgibt und nun in die Hände von Dr. Alken Bruns legt.

Ohne Mäzene ist "Der Wagen" nicht zu denken:Hinter ihm stehen die "Gemeinnützige" und als Sponsor die Possehl-Stiftung.

Der thematische Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Archiv der Hansestadt. Gut ein Drittel der Texte ist auf sein Wirken bezogen mit Beiträgen unter anderen von Antjekathrin Graßmann, Kerstin Lutz, Alken Bruns und Thorsten Albrecht, der einmal den großen Bestand an Truhen und Laden vorstellt.

Traditionsgemäß wird die Kunstszene erhellt. Diesmal führen Klaus W. Jonas den Bildhauer Fritz Behn (1878-1970) sowie Heinz Röhl den Bildhauer und Medailleur Hans Schwegerle (1882-1950) in Text und vielen Bildbeispielen vor.

Daneben führen Autoren in fernere Kunstgeschichte. Irmgard Huneke stellt einen Laienaltar im Dom aus der Werkstatt Bernt Notkes vor, Mieczyslaw Grabowski eine ungewöhnliche Holzfigur, die bei Grabungen in der Hundestraße zutage gefördert wurde, Adolf Clasen drei Lübecker Bauinschriften des Mittelalters und Ulrike Braun "Figurenpracht im Töpferei-Abfall".

Auch "profane"Themen

Auch "profane" Themen verdienen wieder Aufmerksamkeit: Karl-Wolfgang Eschenburg erläutert das Eschenburg'sche Familienlegat, Elke Brandenburg beschreibt die Konservenfabriken Erasmi, Hans-Ernst Böttcher erinnert an den Lübecker Juristen Diether Huhn (1935-1999).

Eine erste Bestandsaufnahme von St. Petri als "Stätte vielfacher Begegnung"unternimmt Konrad Dittrich, Arndt Schnoor dagegen eine erneute Bestands-aufnahme der Lübecker Abendmusiken, und Günter Zschacke schrieb einen Nachruf auf das unterhaltende Feuilleton am Beispiel der Lübecker Nachrichten.

"Der Wagen 2000" ist wieder im Hansischen Verlagskontor Lübeck erschienen, hat 260 Seiten mit über 100 Abbildungen und kostet 38 Mark.

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