Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 03. Juli 2000

Erzählte Musik

Historische Instrumente im Behnhaus

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Ein Schmuckstück: Das Lyra-Klavier Foto: Museum

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte fördert erneut Schätze zutage: "Von Zinken, Serpenten und Giraffenklavieren" heißt die Ausstellung von historischen Musikinstrumenten ab 9. Juli im Behnhaus. Dr. Ulrich Althöfer hat aus den über 120 Instrumenten eine breite Auswahl getroffen und gibt von der kleinen Maultrommel bis zum großen Klavier einen Einblick in den Bereich des Musizierens früherer Zeiten: Bürgerliche Musikpflege des 18./19. Jahrhunderts, Kirchen-, (repräsentative) Stadt- sowie Militärmusik.

Wie der geheimnisvolle Titel schon besagt, handelt es sich dabei vielfach um Instrumente, die heute nicht mehr bekannt sind. Da gibt es jede Menge Trommeln, diverse Streich- und Zupfinstrumente - etwa zwei wundervolle Pedalharfen. Unter den
Blasinstrumenten finden sich Zinken, Serpenten und der Nachbau eines Großbaßpommers, teils noch aus dem Spätbarock stammende Flöten und fünf alte "Nürnberger Trompeten" - davon je zwei aus Stadtmusiker- und St. Marien-Besitz.

Zu den Kuriosa zählen eine Trompeten- und eine Nagelgeige. Unter den Tasteninstrumenten sind je ein Lyra-, Tafel- und Giraffenklavier zu bewundern. Eine Komponiermaschine für die Reise ist das "Componium"von Metronom-Erfinder Maelzel.

Diese Ausstellung erzählt anhand 90 künstlerisch wie kunsthistorisch wertvoller Instrumente die Geschichte des Mu- sizierens in Lübeck vom 16. bis 19. Jahrhundert. Viele wurden mit Hilfe von Sponsoren restauriert; so unterstützte etwa der Lions-Club Lübeck-Hanse die Instandsetzung alter Trompeten.

Eine Konzertreihe im Behnhaus bringt nach der Sommerpause einige der Instrumente wieder zum Klingen - die SZ wird rechtzeitig darüber informieren. "Von Zinken, Serpenten und Giraffenklavieren" im Behnhaus ist geöffnet dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr.Güz

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