Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 03. Juli 2000

Viel Engagement für die Jugendlichen

Karnevalsgesellschaft Rut-Wiess: Persönlicher Einsatz für neues Vereinshaus

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Reimund Hildebrandt und Manfred Sann (v. li.) packen in ihrer Freizeit kräftig mit an. Roland Hildebrandt (u.) erarbeitete das detaillierte Konzept zur Sanierung Fotos (2): N. Dorel

Kaputte Fensterscheiben, Risse im Mauerwerk und vom wild wuchernden Grün teilweise verdeckt - seit Jahren dem Wetter und damit Zerfall überlassen, präsentieren sich zur Zeit die zwei leerstehenden Pavillons der Moislinger Mühlenweg-Schule. Doch das soll sich jetzt ändern. Die Karnevalsgesellschaft Rut-Wiess will bis zum Beginn der "Fünften Jahreszeit" am 11. November dieses Jahres einen der Pavillons in ein schmuckes Vereinshaus verwandeln. Rund
150 000 Mark wird die fachgerechte Sanierung des rund 160 Quadratmeter großen Flachdachbaus kosten. Rund 70 000 Mark davon wollen die Mitglieder in Eigenleistung erbringen.

Damit hat sich der gerade
75 Mitglieder zählende Verein eine große Aufgabe vorgenommen. Soviel Mut zum Risiko aufzubringen funktioniert nur, weil das Engagement jedes einzelnen diese kleine Gemeinschaft zusammenschweißt: "Teilweise sind wir schon seit über 30 Jahren dabei - da können wir uns aufeinander verlassen", sagt der Präsident Roland Hildebrandt nicht ohne Stolz. Zur Zeit kaufen die Mitglieder erstmal aus der eigenen Tasche die Materialien - "damit wir überhaupt anfangen können". Später zahlt es der Verein an sie zurück. Dabei hoffen die Mitglieder auf viele Einnahmen durch Auftritte der Tanz- und Showgruppen auf Privatfeiern oder auch auf Sponsoren und Sach- oder Geldspenden.

Schon lange suchte die Karnevalsgesellschaft nach neuen Übungsräumen. Seit der Verein Ende der 70er Jahre nach Moisling "übersiedelte", proben der Fanfarenzug und die Tanzgruppen im Gemeinschaftshaus. "Doch aufgrund der angeschlossenen Kneipe ist gerade für Jugendliche dieser Ort nicht ideal", so Hildebrandt.

Durch Zufall hörten sie von den leerstehenden Pavillons auf dem Schulhof. Ursprünglich wurde der 1969 gebaute Pavillon als Unterrichtsraum für die Grundschule genutzt. In den 80er Jahren wurde dieser Pavillon für sporadische Treffen einer Jugendorganisation überlassen und zu Lagerzwecken genutzt. Anfang 1989 stellte man eine erhöhte Formaldehydkonzentra-
tion fest. Seitdem stehen die
Räumlichkeiten leer. Ein kosten- intensiver Abriß verzögert sich aufgrund der desolaten Haushaltslage der Stadt.

Intensiv diskutierten die Vereinsmitglieder, ob man die aufwendige und kostenintensive Sanierung wagen sollte. Einstimmig beschloß man, in der Freizeit die

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