Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 03. Februar 1998

SZ intern

Künstler im Dienste der Stadtzeitung

Das wöchentliche Erscheinen der Lübecker Stadtzeitung beflügelt auch die Kreativität von Lübecker Künstlern. Nach Überreichung des "Schrottpreises" an die Redaktion (SZ Nr. 9 vom 27. Januar), den wir als unseren ersten gewonnenen Journalistenpreis besonders schätzen, sind wir nun im Besitz eines eigenen Wappentieres.

Nein - nicht schon wieder der gedoppelte Adler, der Lübecks große Vergangenheit als freie und reichsunmittelbare Hansestadt wachhält und unseren Zeitungskopf ziert - sondern ein kampferprobter Rabe. Gezeichnet und überreicht vom Lübecker Galeristen und Graphiker Karlheinz Meyer, der uns das kecke Tier als Symbol für unseren "ausgezeichneten Stadtanzeiger" als Geschenk vermachte. Wir werden den Raben, nach dessen Namen wir derzeit noch suchen (Vorschläge erwünscht), auf jeden Fall in Ehren halten.

Unsere Interpretation und Bildbeschreibung: Das Bild zeigt einen Raben, gewappnet mit Helm und Schild, der das Wappen der Hansestadt trägt. Als Lanze dient eine spitze Feder - das Symbol des kritischen Journalismus. Der Rabe grinst höhnisch (warum bloß?).

Er versteckt hinter der geschwellten Brust ein Selbstbewußtsein, mit dem er durch keine Türe passen würde. Er ist in Bewegung, schreitet unbeirrt, breitbeinig voran - um trotz Bewegung einen unerschütterlich festen Stand zu behalten.

Der standfeste Rabe mit der spitzen Feder ist jedoch doppelt beringt. Dies mag einerseits seinen Wohlstand, seine Unabhängigkeit bedeuten.

Das Geschmeide an den Beinen könnte jedoch auch eine Fessel symbolisieren. Waren es Vogelschützer, die diesen seltenen Vogel markiert haben, um ihn vor dem Aussterben zu bewahren? Wir wissen es derzeit noch nicht.

Die Redaktion

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