Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 24. Oktober 2000

Stelle darf keine Kosten verursachen

Bereichsleiter soll Behindertenbeauftragter werden - Bald Aufzug im Rathaus

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Bettina Dörnte (li.) und Magdalena Ossege protestieren im Rathaus; Foto: N. Dorel

Den Bericht zur Einrichtung eines hauptamtlichen Behindertenbeauftragten hat die Bürgerschaft zur Kenntnis genommen. Damit ist allerdings noch keine Entscheidung verbunden, ob und wann diese Stelle eingerichtet wird. Während Rolf Martens vom Seniorenbeirat für eine ehrenamtliche Lösung plädierte und orientiert am Seniorenbeirat die Schaffung eines Behindertenbeirates anregte, tendierten die Politiker für die "hauptamtliche Lösung". Dagegen spricht sich aus Kostengründen die Verwaltung aus. Sie möchte mit dem Amt den Bereichsleiter Behindertenhilfe betrauen, zumal die beschriebenen Aufgaben de facto seit 1982 dort erfüllt werden und dieser Bereich sowohl für die sozialpädagogische Beratung als auch für die Gewährung aller Eingliederungshilfen für Behinderte zuständig ist.

Dem Bericht des Bereichs Behindertenhilfe/Hilfe in Einrichtungen zufolge würde die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle mit knapp 200 000 Mark jährlich zu Buche schlagen. Angesichts der schwierigen Haushaltslage sei der Einsatz zusätzlicher Mittel, insbesondere für zusätzliches Personal oder Raumkosten, zur Zeit nicht möglich.

Um die Notwendigkeit eines oder einer Behindertenbeauftragten zu unterstreichen, hatten sich Vertreterinnen des Vereins mixed pickles und der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke im Rathausfoyer postiert, um die PolitikerInnen auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Dabei bemängelten sie unter anderem, daß der seit Jahren angekündigte Aufzug im Rathaus noch immer nicht eingebaut sei. Doch hier scheint sich etwas zu tun:In einem Schreiben des Bereichs Hochbau, der dem Bericht als Anlage beigefügt ist, heißt es, daß mit dem Einbau des Behindertenaufzugs (und einer Behindertentoilette) 2001 begonnen werden soll. Er wäre dann nach den Sommerferien einsatzbereit.

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