Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 31. Oktober 2000

Prioritäten richtig setzen

Zu: "Kommune in höchster Not". SZ vom 24. Oktober

Sparen ist angesagt, wenn es um die städtische Haushaltsplanung für 2001 geht und die Pro-Kopf-Verschuldung von uns BürgerInnen nicht weiter steigen soll. Aber die Prioritäten müssen richtig gesetzt werden, und das Allgemeinwohl sollte dabei nicht aus dem Blickwinkel verlorengehen.

Umso betroffener waren wir Beiratsmitglieder, die wir unterschiedlichen Lübecker Institutionen ehrenamtlich angehören, daß unserem Projekt für Lärmminderungsplanung in Lübeck im Jahr 2001 keine finanziellen Mittel aus dem städtischen Etat mehr zur Verfügung stehen sollen. Damit droht das Projekt zu scheitern, obwohl das Bundes-Immis-
sionsgesetz die Stadt zur Aufstellung von Lärmminderungsplänen verpflichtet.

Mit der angekündigten Streichmaßnahme würde die bisher sehr erfolgreich verlaufene Projektarbeit, die für alle Einwohner Lübecks eine hohe Bedeutung hat, abrupt beendet sein. Das bis jetzt gut angelegte Geld in diese öffentliche Einrichtung würde zu einer Fehlinvestition verkommen.

Durch die Aufnahme der Lärmproblematik in den Verkehrsentwicklungsplan der Hansestadt Lübeck, hierzu ergangene Bürgerschaftsbeschlüsse und nicht zuletzt durch die zielgerichtete Projektarbeit hat Lübeck bisher eine Vorreiterrolle in Schleswig-Holstein innegehabt.

Lärm in seinen verschiedenen Formen ist eines unserer größten Umweltprobleme und birgt Gesundheitsrisiken für alle Bevölkerungskreise. Alle Maßnahmen, die zu einer nachhaltigen und umweltgerechten Entwicklung führen, sind für uns alle von größter Bedeutung.

Darum ist es wichtig, daß die erfolgreiche Arbeit des Projekts im allgemeinen öffentlichen Interesse fortgeführt werden kann und die notwendigen finanziellen Mittel weiter zur Verfügung
stehen.

Ekkehard Danckwardt, Lübeck

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