Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 12. Dezember 2000

Mehr Verantwortung übernehmen

Deutscher Städtetag diskutiert die "Stadt der Zukunft" -Kontakt bleibt wichtig

Die Bürgerinnen und Bürger müssen mehr Verantwortung für ihre Stadt übernehmen. Dazu muß die Zusammenarbeit zwischen den BürgerInnen, der Politik und der Verwaltung verstärkt werden Außerdem muß der Bürgerservice der Städte verbessert werden. Das sind zwei Ergebnisse von Expertengesprä- chen, die im Rahmen des Projekts "Stadt der Zukunft - Zukunft der Stadt" vom Deutschen Städtetag noch bis Februar nächsten Jahres in regelmäßigen Abständen veranstaltet werden.

Dr. Rosemarie Wilcken, Bürgermeisterin von Lübecks Partnerstadt Wismar, beispielsweise unterstrich, daß man keine Angst vor dem mündigen Bürger haben dürfe. "Mitmachen und Mitentscheiden" lauteten die Stichworte. Gerade bei kontroversen Entscheidungen sei eine breite Diskussion und anschlie- ßende Mehrheitsentscheidung anzustreben, um die Akzeptanz zu erhöhen, so die einhellige Meinung der Expertenrunde. Das Ziel allen Be- mühens sei die "Bürgerkommune". Diese entstünde aber nicht schon allein durch direkte Entscheidungen durch die BürgerInnen. Vielmehr müßten die vielen Formen des Bürgerengagements intensiver einbezogen und gefördert werden, sagte Dr. Stephan Articus, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. Denn nichts trage stärker zur Iden-
tifikation der BürgerInnen mit ihrer Stadt bei.

Diskutiert wurde daneben über neue Wege, den Bürgerservice zu verbessern. Auch wenn moderne Technologien wie Internet oder Call Center ergänzend eingesetzt werden sollten, bleibe der "Gesicht-zu-Gesicht"-Kontakt zum Bürger wichtig, hieß es. Dabei sei vor allem die Einrichtung von Bürgerämtern (in Lübeck: Stadtteilbüros) der richtige Weg, um eine "

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