Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. Juli 2019

Ausgabe vom 12. Dezember 2000

Hirn ins Labor

Ältere Rinder werden auf BSE getestet

Seit Donnerstag müssen auch Lübecker Schlachter alle über 30 Monate alten Rinder auf die Rinderseuche BSE untersuchen lassen. Dr. Andreas Müller-Buder, Amtstierarzt bei der Veterinärüberwachung, erklärt, daß der amtlich bestellte Fleischbeschauer diesen Rindern jetzt Hirngewebe entnehmen und es in ein Labor nach Hamburg zur Untersuchung schicken würde. Bis nach etwa zwei Tagen das Ergebnis des Labors vorliegt, müssen diese Tiere getrennt von den anderen gelagert werden.

In Lübeck gibt es laut Müller-Buder nur zwei Betriebe, die Rinder schlachten, einer davon nur für den eigenen Bedarf. Zur Zeit sei der Markt für Rinder verständlicherweise nicht groß. Wer es vermeiden könne, würde zum jetzigen Zeitpunkt nicht schlachten. Rindfleisch vom Schlachter stamme in der Regel nicht von älteren Tieren.

Müller-Buder kontrolliert und dokumentiert die Ergebnisse. "Falls es einen positiven Befund gibt, landet der natürlich sofort auf meinem Schreibtisch." Man könne nur hoffen, daß es bei dem einzelnen BSE-Fall in Schleswig-Holstein bleibt.

In wenigen Tagen müssen die Proben nicht mehr nach Hamburg gefahren werden, sondern können in Schleswig-Holstein bleiben. Dann ist auch das Lebensmittel- und Veterinäruntersuchungsamt in Neumünster so weit, Tests durchführen und Proben analysieren zu können.

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