Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 12. Dezember 2000

"Genau prüfen"

Casino-Konzept:Sünnenwold mahnt

Wenige Tage vor der geplanten Unterzeichnung eines Vertrages mit einem Hamburger Investor zur Umgestaltung des Casinos mahnt der Kreisvorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU, Peter Sünnenwold, eine genaue Prüfung der Unterlagen an. Dabei bezieht sich Sünnenwold auf ein internes Schreiben vom Vorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung Frank Sauter an die CDU-Fraktion , in dem erhebliche Zweifel an dem Konzept geäußert werden. Skeptisch werden darin sowohl die technische Umsetzung des Vorhabens als auch die betriebswirtschaftlichen Rahmendaten bewertet. Bei der Vergabe dürfe es "zu keiner neuerlichen Fehlentscheidung kommen", so Sünnenwold. Er fordert, daß der Bürgerschaft vor der Entscheidung am Mittwoch, 13. Dezember, ein Bauantrag vorliegen müsse, eine vertragsstrafenbewehrte Bauverpflichtung, eine Bankbürgerschaft sowie der Nachweis des eingesammelten Eigenkapitals.

Die Bedenken Sünnenwolds weist Peter Reinhardt, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und Mitglied im "Arbeitskreis Casino", zurück. "Das Konzept ist richtig". Fachleute aus Politik und Verwaltung hätten zusammengesessen und die Unterlagen geprüft. "Auch der CDU-Wirtschaftssenator stimmt dem Konzept zu", so Reinhardt.

Er könne daher die Argumentation nicht nachvollziehen. Im übrigen habe die Bürgerschaft ja noch einige Bedingungen gestellt, die erst erfüllt sein müssen, unter anderem gehört dazu die Bankbürgschaft. Für Reinhardt "schmeißt die CDU mit Dreck". Bei der Bewerbung um das BMW-Werk frage auch keiner, ob die Zahlen stimmten - und bei Karstadt hätte damals ebenfalls keiner gefragt, ob sich das rechnen würde.

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