Ausgabe 212 vom 05. Februar 2002
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Sparen: Frauen legen drauf
Podiumsdiskussion zum Doppelhaushalt im Rathaus
Kinder wegbringen, arbeiten, einkaufen, wieder ins Büro, Kinder abholen, dann auf den Spielplatz, nein geht nicht - der ist verdreckt und die Schaukel kaputt - , nach Hause, kochen, putzen... Daß Beruf und Familie schwer unter einen Hut zu kriegen sind, ist nichts Neues. Ein Blick in den Doppelhaushalt 2002 /2003 der Hansestadt läßt vermuten, daß das Leben für Frauen nicht leichter wird. -
UNESCO: Weltkulturerbe nicht gefährdet
Markt kann bebaut werden - Experten empfehlen Überarbeitung der Entwürfe
Die Pläne zur Bebauung der Areale der Post am Markt und des ehemaligen Stadthauses gefährden nicht den Status der Lübecker Altstadt als Weltkulturerbe. Das ist das Ergebnis der UNESCO-Kommission. Die Internationale Expertenrunde empfiehlt jedoch, die Pläne weiterzuentwickeln. Dabei geht es insbesondere um den Bau auf dem Gelände des ehemaligen Stadthauses, der sich vom Gebäude am Markt stärker abheben solle. Zudem regen die Experten an, Detailplanung und Ausgestaltung, das Dach mit seinen Überständen und das Material des Daches und der Fassade zu überdenken.Das Gremium, das am Freitag und am Sonnabend sich vor Ort mit Vertretern der Stadt und der Gruppe "5 vor 12 - Rettet den Lübecker Markt" ein Bild von der umstrittenen Bebauung machte, empfiehlt zudem, einen Beirat zu schaffen, der die Entwicklung der Altstadt begleitet und berät. -
Museen öffnen regelmäßig abends
Am Donnerstag, 7. Februar, haben die Altstadtmuseen zum ersten Mal bis 21 Uhr geöffnet. Die Häuser bieten künftig jeden ersten Donnerstag im Monat diese verlängerten Öffnungszeiten an. Christine Vogt-Müller führt zum Auftakt der Aktion, die den Lübeckern Geschmack auf die zweite Museumsnacht am17. August machen soll, durch ihre Ausstellung "Über die Ostsee in die Freiheit" im Burgkloster. Beginn ist um 19 Uhr. -
Schüler lesen um die Wette vor
Zum 43. Mal startet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den bundesweiten Vorlesewettbewerb für Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen. In Lübeck lesen die Kinder am Mittwoch, 20. Februar, 14 Uhr, im Audienzsaal des Rathauses. Ziel des Wettbewerbs ist es, Spaß am Lesen zu vermitteln und Freude an der Literatur zu wecken. -
Fähre: Sondertarif bleibt vorläufig
Die Anhebung des Sondertarifs für die Bewohner des Priwalls auf 30 Prozent des Fährpreises bleibt vorerst wirksam. Das teilt die Stadtverkehr Lübeck GmbH mit. Die Bürgerschaft hatte entschieden, daß der Bürgermeister den Aufsichtsrat anweisen solle, die Erhöhung zurückzunehmen. Bürger forderten daraufhin Geld zurück. Der Stadtverkehr ist jedoch zunächst an die Entscheidung des Aufsichtsrats gebunden. -
APROPOS...
...Olympische Spiele - in wenigen Tagen beginnen die Winterspiele in Salt Lake City, die wir wohl an der Mattscheibe verfolgen. Aber wer weiß, vielleicht kommen wir in zehn Jahren ja in den Genuß, die olympischen Segelwettbewerbe mit eigenen Augen zu sehen. Bis eine Entscheidung fällt, dürfen wir ihnen entgegensurfen - im Netz: http:www.olympiabewerbung-luebeck.de/ -
Editorial
Da tritt eine Sängerin mit einem Fummel bei "Wetten dass..." auf und erregt die Gemüter einer ganzen Nation. Tagelang kriegt sie sich nicht mehr ein, weil doch das, was man kaum als Kleid bezeichnen mag, gerade mal die Scham bedeckte. Doch was regt man sich da auf? Die nackte Wahrheit ist doch, solche Stoffetzen gibt es nicht erst seit Sarah Connor, Nackte springen seit Jahren in der Glotzkiste herum und die Geschichte vom Sich-zur-Schau-stellen-und-angeglotzt-werden ist eh eine uralte. -
Kinder übergeben Unterschriften
Bürgermeister Bernd Saxe: Kein Geld für mehr Stellen in Kitas
"Das ist ja wie Weihnachten", sagte Bürgermeister Bernd Saxe, doch was die Kinder ihm am vergangenen Mittwoch übergaben, waren keine Geschenke, sondern Unterschriften. Unter Federführung des Stadtelternbeirates hatten rund 1500 Frauen und Männer unterschrieben, um gegen die Personalsituation in den städtischen Kitas zu protestieren. Sie fordern die Wiederbesetzung freier Stellen, die Einstellung von Springerkräften und von Fachkräften zur Förderung verhaltensauffälliger Kinder und sie setzen sich unter anderem dafür ein, daß die derzeit diskutierte Sozialstaffel nicht abgeschafft wird. -
Bausenator wechselt nicht zur Trave
Bausenator Dr. Volker Zahn bleibt im Amt, er wird seine Amtszeit, die im Frühling 2003 endet, nicht vorzeitig beenden. Als eine "Frage der persönlichen Glaubwürdigkeit und der Selbstachtung" bezeichnete der Bausenator seine Entscheidung, für den angebotenen Wechsel als technischer Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft Trave mbH nicht zur Verfügung zu stehen. -
Broschüre über Blei im Trinkwasser
Ein Faltblatt zum Thema "Blei im Trinkwasser" informiert unter anderem über die Schädlichkeit von Blei und darüber, wie man mit Bleileitungen umgeht. Es ist im Bereich Umweltschutz, Moislinger Straße 1-3, in der Bürgerinformation und in den vier Stadtteilbüros erhältlich. -
Saxe begrüßt Urteil zur A20
Die Ostseeautobahn 20 kann weitergebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Berlin hat am vergangenen Donnerstag entschieden, daß die Wakenitz mit einer 300 Meter langen Brücke überquert werden darf und kein Tunnel gebaut werden muß, wie Naturschützer gefordert hatten. Bürgermeister Bernd Saxe zeigte sich zufrieden: "Damit ist jetzt die letzte Hürde genommen. Erst durch Lückenschluß zwischen Lübeck und Schönberg wird die A 20 ihrer Bedeutung als europäisches Verkehrsprojekt gerecht. Mein besonderer Dank gilt Wirtschaftsminister Bernd Rohwer, der mit großem Engagement den Weiterbau vorangetrieben hat." -
Lübeck sicherer als man glaubt
Geschäftsführer des Kriminalpräventiven Rates: Medien beeinflussen Bild
Als Geschäftsführer des Kriminalpräventiven Rates diskutierten Sie in der vergangenen Woche zusammen mit Fachleuten im Bürgerschaftssaal des Rathauses über das Thema Sicherheit - eine von der SPD initiierte Veranstaltung. Wie steht es denn um die Sicherheit in Lübeck? -
Der Blick nach vorn
"Zukunft" ist das Thema der Volkshochschule im kommenden Semester
In der vergangenen Woche hat Marion Kirschke, Leiterin der Volkshochschule, das neue Frühjahrsprogramm vorgestellt. "Zukunft" lautet der Schwerpunkt des Semesters, das am Mittwoch, 20. Februar, beginnt. Vorträge und Kurse regen an, die eigene und die gesellschaftliche Zukunft mit wachen Sinnen zu verfolgen. Die VHS wird über mehrere Semester diesen Fragen nachgehen. -
Trommeln für Pfeifen
Sammelaktion für Orgel in Johanneum
Keine zwei Wochen ist es her, da feierte Ulrike Traub mit Vertretern der Hansestadt, Schülern, Lehrern und Eltern die Einweihung der renovierten Aula des Johanneums, für deren Instandsetzung sie sich mit anderen zusammen anderthalb Jahre stark gemacht hatte. Das Werk ist vollbracht. Die Aula frisch renoviert. Jetzt steht die Vorsitzende der Abteilung Musik am Johanneum und Mutter von fünf Kindern, allesamt Schüler des Johanneums, wieder bei potentiellen Spendern auf der Matte: Diesmal geht es um Pfeifen, um die einer Orgel. -
Kreativzentrum sucht Künstlerinnen
Die Initiative "Land & Strand" sucht Lübeckerinnen aus dem künstlerischen Bereich, die bei einem "Kreativzentrum Ost-Holstein" mitmachen wollen. Ziel des Projektes ist es, Touristen Urlaubserlebnisse zu bieten und gleichzeitig einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitssituation von Künstlerinnen oder Fachfrauen aus der Region Lübeck zu leisten. -
Schulanfänger: Jetzt anmelden
Mit dem Schuljahr 2002/03 werden alle Kinder, die bis zum 30. Juni 2002 das sechste Lebensjahr vollendet haben, schulpflichtig. Eltern müssen ihre Kinder an der zuständigen Grundschule anmelden. Kinder, die zu Beginn des Schuljahres noch nicht schulpflichtig sind, können auf Antrag aufgenommen werden. -
Briefe an die SZ-Redaktion
hinweis
Die Lübecker Stadtzeitung (SZ) freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Ein Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Investieren statt schließen
Zu den Plänen, das Museum für Natur und Umwelt zu schließen
Das Verständnis der Natur und ihrer Entwicklungsgeschichte gehört zu den wichtigsten geistigen Kulturgütern des Menschen. Naturwissenschaften gehören zum elementaren Bildungsgut unserer Zeit. Die Mitglied-Verbände der Arbeitsgemeinschaft Umwelt (AGU) halten es für eine katastrophale Idee, zur Sanierung des Stadthaushaltes den naturwissenschaftlichen Bildungssektor im musealen Bereich zu opfern. -
Schließung ist ein falsches Signal
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Lübeck erlebt eine Fülle an Großplanungen, für die anscheinend Geld von Bund, Land und Kommune in unbegrenzter Höhe zur Verfügung stehen: A 20/ Wakenitz, A 20-West, B 207 neu, K 13; S-Kai mit KV-Terminal, Hafenerweiterung, Lehmannkai I und II, Schlutup-West; Gewerbegebiete Genin-Süd, Paddelügger Weg Nord, Gneversdorfer Weg; Flughafenerweiterung und Hochschulstadtteil - um einige zu nennen. Diese - "zukunftsweisenden" und "Arbeitsplätze schaffenden" Projekte tragen zwar zu einer Bodenversiegelung und Landschaftszerschneidung bei, werden allerdings vorangetrieben. -
Künftig verschlossene Türen?
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Lübecker Eltern werden, wenn es nach dem Bürgermeister geht, künftig verschlossene Museumstüren vorfinden. Dagegen erhalten diejenigen, die Wald und Flur Schaden zufügen, freie Bahn: Verstöße gegen Umweltschutzgesetze mit unter 10 000 Mark Bußgeldandrohung können von der Unteren Naturschutzbehörde infolge von Personaleinsparungen nicht mehr bearbeitet werden, ein Teil der genehmigungspflichtigen Eingriffe in Natur und Umwelt werden ungeprüft hingenommen. -
Öffentliche Bekanntmachung
Die Hansestadt Lübeck hat am Schlutupkai II für den "Hafenerweiterung West" in Lübeck-Schlutup die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens gemäß § 139 Abs. 1 des Landeswassergesetzes Schleswig-Holstein beantragt. -
Veröffentlichung einer Bekanntmachung
D - Lübeck: Stahl- und Metallbauarbeiten
1. Auftraggeber: Entsorgungsbetriebe Lübeck -
Öffentliche Ausschreibung Nr. 13
a) Auftrageber : Entsorgungsbetriebe Lübeck, Malmöstr. 22, -
Amtliche Bekanntmachung
nach § 3 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) -
Bekanntmachung
Der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck als untere Wasserbehörde hat den Plan der Firma Possehl Umweltschutz GmbH für die Herstellung eines Gewässers durch Freilegung von Grundwasser im Zuge des Abbaues von Kies auf den Flurstücken 62/1, 59/1, 37/1, 39 und 38 der Flur 2 in der Gemarkung Dummersdorf, Hansestadt Lübeck, am 07.12.2001 unter dem Az.: 3.392.30.44.0 gem. § 31 Abs. 2 des Gesetzes zur Ordnung des Wasserhaushaltes (Wasserhaushaltsgesetz -WHG-) in der Fassung vom 12.11.1996 (BGBl. I S.2455) festgestellt. Er wird hiermit gem. § 141 Abs. 4 des allg. Verwaltungsgesetzes des Landes Schleswig-Holstein (Landesverwaltungsgesetz -LVwG-) in der Fassung vom 02.06.1992 (GVOBl. Schl.-H., S. 243), zuletzt geändert durch Gesetz vom 18.06.2001 (GVOBl. Schl.-H., S. 81) bekannt gemacht.




