Ausgabe 292 vom 02. September 2003
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Damit Lübeck sauberer wird
CDU setzt für Rathaus-Arkaden Videoüberwachung durch - Heftige Kritik
Die Christdemokraten haben in der vergangenen Sitzung der Bürgerschaft am Donnerstag die Videoüberwachung für die Arkaden am Rathaus gegen die Stimmen der SPD, FDPund den Grünen durchgesetzt. Der Abstimmung war eine heftige Debatte vorangegangen. -
Ein Tag rund um den Wald
Bereich Stadtwald und Sponsoren ermöglichen Neuauflage des Walderlebnistages
Der erste Walderlebnistag im vergangenen Jahr hatte rund 3000 Teilnehmer angelockt. Grund genug für den Bereich Stadtwald in diesem Jahr eine Neuauflage zu starten. Am Sonntag, 14. September, 10 bis 17 Uhr, ist es wieder soweit: Rund um die Katharineums-Wiese in Lübeck-Israelsdorf bieten die Mitarbeiter des Bereichs Stadtwald und verschiedene Vereine und Verbände ein breites Programm für Familien. "Wir wollen mit dem Walderlebnistag unsere Arbeit bekanntmachen", erläutert Stadtförster Stefan Zink den Hintergrund des Aktionstages. So können sich Besucher über die Geschichte und das Konzept des Stadtwaldes informieren, einen Rundweg entlang wandern, sich über technisches Gerät informieren, mit dem Pony reiten, sich per Kran in die Höhe der Baumkronen heben lassen, an der Tombola teilnehmen und vieles mehr. Möglich macht den Walderlebnistag übrigens das Engagement der Mitarbeiter des Bereichs, die am 14. September freiwillig und unentgeltlich arbeiten, zudem haben sie Sponsoren gewinnen können. -
Freies Parken am Sonnabend
Parken soll künftig an Sonnabenden auf den Parkflächen der KWLkostenfrei sein. Das hat die CDU in der jüngsten Bürgerschaftssitzung durchgesetzt. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD)betonte mit Blick auf die desolate Finanzlage der Hansestadt, der Beschluß werde erst umgesetzt, wenn ein Finanzierungskonzept vorliege. "Die Entscheidung liegt bei der Verwaltung." -
Quiz zum Tag der Bibliotheken
Zum Tag der Bibliotheken am Mittwoch, 10. September, haben die Jugendabteilung der Stadtbibliothek und die Zweigstellen einen Quiz organisiert. Bis zum 30. September können Kinder und Jugendliche Quizfragen lösen. Unterstützt wird die Aktion von der Buchhandlung Langenkamp und Heinz-Joachim Dräger, der am 17. Oktober in der Stadtbibliothek Preise an die Gewinner überreicht. -
Vorderreihe wird eingeweiht
Mit einem Fest weihen am Sonnabend, 6. September, Bürgermeister Bernd Saxe, der Verkehrsverein Ostseebad Travemünde, Geschäftsleute und Bewohner die Vorderreihe ein. Es beginnt um 13 Uhr am Ostpreußenkai. -
APROPOS...
Ihnen kommt Litauisch und Finnisch spanisch vor? Wenn's nur das ist, kein Problem, wir haben eine Lösung für Sie parat. Die Volkshochschule bietet zusätzliche Kurse an: einen Einführungskurs in Litauisch und einen Fortgeschrittenenkurs in Finnisch. Beide beginnen im September . Wer mehr wissen will, meldet sich unter der Rufnummer 122- 40 25 -
Editorial
Eben lagen wir noch in Travemünde, in Rimini oder anderswo am Strand, streckten unseren Bauch gen Sonne, schleppten unseren braungebrannten Körper ab und an zur Kühlung ins Wasser. Zugegeben wir haben gestöhnt. Über die Hitze am Morgen, die Hitze am Abend, das gleißende Licht, das Flirren am Horizont, die Schweißperlen - alles wurde uns zur Last. Das ist doch aber noch längst kein Grund, uns den Herbst zu schicken! -
Trinkwasser: Belastung rückläufig
Die Keimbelastung im Wasser des südwestlichen Stadtbereichs ist rückläufig. Das teilt Energie und Wasser Lübeck (EWL)mit. Die Ergebnisse der Wasserproben vom vergangenen Freitag zeigen, daß sich die Lage entspannt. Weitere Probeentnahmestellen wiesen zum dritten Mal in Folge den erforderlichen Nullwert bei der Messung der E-coli-Bakterien auf. Für die Gebiete Niendorf, Vorrade, Wulfsdorf, Beidendorf, Krummesse, St. Hubertus, St. Jürgen Süd, Moorgarten, Kronsforde und Blankensee gilt weiterhin die Empfehlung, Wasser, das für die Zubereitung von Speisen und Getränken benötigt wird, die nicht sofort verzehrt werden, abzukochen. Mehr Infos unter der Rufnummer 122-39 29. -
Ergebnis abwarten
Ermittlungen gegen MuK-Chef
Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit, der Untreue und des Betrugs gegen den Geschäftsführer der Lübecker Musik- und Kongreßhalle (MuK), Johann W. Wagner. Es bestehe der Anfangsverdacht einer Straftat, bestätigte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick. Zudem liefen Ermittlungen gegen die Geschäftsführer von zwei Hamburger Marketingfirmen wegen des Verdachts auf Bestechung und Betrug. Der MuK-Geschäftsführer soll den Firmen Rechnungen für Leistungen geschickt haben, die diese nie erbracht hätten. Wagner führt seit 1994 die Geschäfte der MuK, seit 1998 ist er zugleich Tourismusdirektor. -
Gestaltungsbeirat ins Leben gerufen
Architektonische und städtebauliche Fehlentwicklungen soll es in Lübeck nicht mehr geben. Dazu hat die Bürgerschaft einstimmig einen Gestaltungsbeirat ins Leben gerufen. Das unabhängige Gremium aus Sachverständigen soll dazu beitragen, das Stadtbild im Weltkulturerbe zu verbessern, die Hansestadt Lübeck beraten und Investoren unterstützen. Die Einrichtung des Gestaltungsbeirat wird möglich durch die Unterstützung der Possehl-Stiftung. -
WM 2006: Training in Lübeck
Zur Fußballweltmeisterschaft in drei Jahren soll Lübeck Trainingslager werden. Dafür hat sich die Mehrheit der Bürgerschaft gegen die Stimmen der Grünen ausgesprochen. Die Verwaltung soll berichten, zu welchen Bedingungen die Hansestadt den VfB als Gastgeber während der WM 2006 unterstützen kann. Anlaß des SPD-Antrags war eine Anfrage der Fifa, die Lohmühle als Trainingsquartier zu nutzen, da einer der Austragungsorte der WM Hamburg ist. -
Kücknitzer nutzen Zug
Die Bevölkerung nimmt den im Dezember vergangenen Jahres eingerichteten Bahnhaltepunkt in Kücknitz gut an. Die Auswertung einer Verkehrserhebung am Dienstag, 12. August, in der Zeit von 6 bis 23 Uhr hat ergeben, daß während dieser 17 Stunden insgesamt 186 Personen in die Züge in Richtung Lübeck oder Travemünde gestiegen sind. Von allen Reisenden sind mehr als die Hälfte (103 Männer und Frauen) befragt worden. -
Parken am Flughafen bleibt kostenlos
Das Parken am Flughafen Blankensee bleibt vorerst kostenlos. Der Antrag der SPD, Gebühren zu erheben mit dem Ziel, die Erträge der Flughafen Lübeck GmbH zu verbessern und damit die städtischen Zuschüsse zu verringern, hat keine Mehrheit in der Bürgerschaft gefunden. -
Kurz notiert
Der Seniorenbeirat bietet am Mittwoch, 3. September, 9.30 Uhr bis 12 Uhr, eine Sprechstunde an in der Bürgerinformation, Breite Straße 62 (Kanzleigebäude). -
Sozialhilfeempfänger reinigen Spielplätze
Sozialhilfeempfänger, die bei der g/a/b beschäftigt sind, sollen sich künftig um rund 230 Spielplätze kümmern. Das haben SPDund CDUgegen die Stimmen der FDP und der Grünen entschieden. "Wir schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe", sagte Roswitha Kaske (CDU). Kinder freuten sich über die sauberen Plätze, und Sozialhilfeempfänger bekämen eine sinnvolle Arbeit. "Ich sehe die Stadt in der Pflicht", sagte Carl Howe (Grüne), der dafür plädierte, weitere Stellen einzurichten, um die Spielplätze in Schuß zu halten. Dr. Michaela Blunk zweifelte, ob Sozialhilfeempfänger die passende Ausbildung mitbrächten, zumal der TÜV die Flächen abzunehmen habe. Ihren Vorschlag, die Hansestadt könne Unternehmen diese Aufgabe übertragen, lehnte Roswitha Kaske ab: "Die Stadt hat kein Geld, um Private zu beauftragen." -
Sportplatz in neuem Glanz
Freude herrscht bei Schülern der Thomas-Mann-Schule und bei Vereinsssportlern: Seit Beginn des Schuljahres nutzen sie wieder die Sportplatzanlage an der Thomas-Mann-Straße. Ein Jahr lang arbeiteten Handwerker dort, um die Anlage für 337 000 Euro zu sanieren. Unter anderem wurde der alte Grandbelag durch einen neuen ersetzt. Der Sportplatz verfügt nun neben einem Hauptspielfeld über zwei Kleinspielfelder in Rotgrand. In den vergangenen vier Jahren hat die Hansestadt damit fünf Sportplätze saniert (Rugwisch, Lohmühle, Roter Hahn, Burgfeld, Thomas-Mann-Sportplatz), sie investierte insgesamt 1,7 Millionen Euro. -
Vom Schiff auf die Schiene
Saxe: KV-Terminal stärkt Lübecks Wettbewerbssituation
Am vergangenen Dienstag ist der neue Bahn-Terminal für den Kombinierten Verkehr (KV) am Skandinavienkai offiziell eröffnet worden. Der Terminal verbindet rund 20 Ostseehäfen mit den intermodalen Netzen Deutschlands und Europas und verdoppelt die Umschlagkapazität im Kombinierten Verkehr. Bis zu 140 000 Trailer, Container oder Wechselbrücken pro Jahr können von oder auf Bahnwaggons verladen werden. Bauherr und Eigentümer ist die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG). Der Bund hat den Bau des rund 19,5 Millionen Euro teuren Terminals mit 14,8 Millionen Euro gefördert. -
"Breites Angebot für Jugend"
Senatorin wertet Bericht zur Jugendverbandsarbeit positiv
"In Lübeck gibt es unheimlich viele Angebote für Jugendliche. Die Ansicht, es gebe nichts, wird mit diesem Bericht widerlegt", sagte Kultur- und Sportsenatorin Annette Borns (SPD), als sie am vergangenen Dienstag zusammen mit dem städtischen Jugendhilfeplaner, Gorch Bruns, und dem Geschäftsführer des Jugendrings, Stefan Treu, den Bericht zur Jugendverbandsarbeit der Presse vorstellte. -
Kraft und Hoffnung
Anonyme Alkoholiker stellen sich vor
"Ich gehe zu den Anonymen Alkoholikern, so lange ich das erste Glas stehen lassen will." Mindestens einmal pro Woche sucht er eine Gruppe der Anonymen Alkoholiker (AA) auf, von denen es in und um Lübeck 15 gibt. Dabei geht es darum, "Erfahrungen, Kraft und Hoffnung zu teilen", um das gemeinsame Problem zu lösen. Seit 25 Jahren macht er das schon - seitdem er trocken ist. Wer er ist, was er beruflich macht, verrät er nicht. "Namen sind Schall und Rauch." Es gehe - der Name sagt es - bei den Anonymen Alkoholikern eben allein um die Krankheit. Zu den Treffen kommen pro Gruppe im Schnitt rund 10 Teilnehmer, ungefähr ein Drittel von ihnen zählt zum Stamm. Trocken zu sein, ist keine Voraussetzung für die Teilnahme. Lediglich den Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören, müssen Betroffene mitbringen. -
Ausstellung zum Arbeitsschutz
Die Geschichtswerkstatt Herrenwyk zeigt eine Schau zum Arbeitsschutz. Sie ist vom 13. September bis zum 14. Dezember in der Kokerstraße 1-3 zu sehen (freitags von 14 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr). -
Dritte Museumsnacht
Am Sonnabend, 27. September, findet die dritte Lübecker Museumsnacht statt. 27 städtische Museen und Galerien laden zum nächtlichen Bummel ein. Die Museumsnachtkarte kostet sieben Euro, ermäßigt zwei Euro. -
Großsegler Mir kommt wieder
Gelegenheit zum Mitsegeln bietet sich am Wochenende
Alle, die es bei dem Cutty Sark Tall Ships' Race verpaßt haben, mit einem Großsegler mitzusegeln, bekommen eine zweite Chance: Der russische Großsegler "Mir" macht am Wochenende wieder in Travemünde fest. Wie die Lübeck und Travemünde Tourist-Service GmbH (LTS)mitteilt, können Interessierte am Sonntag, 7. September, Tagesfahrten buchen. Der Tagestörn startet um 11.30 Uhr und dauert bis 18 Uhr. Weitere Informationen erteilt die LTS unter der Telefonnummer 122-1911. -
Kurz notiert
Der Schlaganfall ist Thema eines Vortrags, den Dr. Heinz-Günter Seidel von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe am Montag, 15. September, 10 Uhr, im Heiligen-Geist-Hospital hält. Der Vortrag läuft in der Reihe "Man lernt nie aus - Informationen für Seniorinnen und Senioren", die der Fachbereich Wirtschaft und Soziales organisiert. -
Tag des offenen Denkmals: FH dabei
Mit einer Ausstellung zur Wasserkultur in der Villa Adriana (Rom) beteiligt sich der Fachbereich Bauwesen der Fachhochschule Lübeck am Tag des offenen Denkmals, der am 14. September in Lübeck eröffnet wird. Die Schau "Wasser für den Kaiser" ist im Innovationszentrum, Breite Straße 6-8, vom 14. bis zum 30. September zu sehen. Zahlreiche Vorträge und Führungen ergänzen die Ausstellung: So referiert Dr. Ursula Buske am Donnerstag,18. September, 15.30 Uhr, über die Wasserwirtschaft in der Antike. -
Unverhoffte Oasen
Naturschutz in Gewerbegebieten
Gewerbegebiete und Naturschutz, so könnte man meinen, sind ein Widerspruch in sich. Dies ist allerdings ein Irrtum. Zumindest belegt dies eine Untersuchung des Bereichs Naturschutz, der sich exemplarisch das Gewerbegebiet Roggenhorst angesehen hatte. "Die stichprobenartige Kartierung von Straßenrand- und Abstandflächen des Gewerbegebietes hat unsere Erwartung bestätigt, daß Gewerbegebiete durchaus wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten aufweisen können", sagte Bereichsleiter Frank-D. Lammert.




